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Ärztliche Approbation in Deutschland: Wie lange dauert es wirklich?

Blog Ärztliche Approbation in Deutschland- Dauer


Die ärztliche Approbation ist die offizielle Zulassung, die Ärztinnen und Ärzte in Deutschland benötigen, um eigenständig arbeiten zu dürfen. Sie ist damit der entscheidende Schritt von der Ausbildung hin zur vollwertigen ärztlichen Tätigkeit.

Uns hat besonders interessiert, wie lange der Anerkennungs- und Zulassungsprozess in der Praxis tatsächlich dauert. Stimmen die Erfahrungen unserer Bewerberinnen und Bewerber mit den Zeitangaben überein, die man häufig bei Landesärztekammern oder in offiziellen Übersichten findet? Oder gibt es doch deutliche Abweichungen?


Um das herauszufinden, haben wir die Antworten zahlreicher Ärztinnen und Ärzte ausgewertet, die in Deutschland ihre Approbation beantragt haben oder sich mitten im Verfahren befinden. In diesem Beitrag zeigen wir dir die Ergebnisse unserer aktuellen Umfrage – und werfen dabei auch einen kurzen Blick auf die Unterschiede zwischen Verfahren mit und ohne Kenntnisprüfung.


Was ist eine Approbation?

Die Approbation ist die staatliche Zulassung, die du als Ärztin oder Arzt in Deutschland brauchst, um eigenverantwortlich arbeiten zu dürfen. Sie bestätigt, dass deine Ausbildung und Qualifikation den deutschen Anforderungen entsprechen. Ohne Approbation ist eine ärztliche Tätigkeit in Deutschland nicht erlaubt – sie ist damit die entscheidende Grundlage für deine Zulassung als Arzt.


Tatsächliche Dauer bis zur ärztlichen Approbation in Deutschland? Unsere Umfrage zur Zulassung als Arzt


Um herauszufinden, wie lange internationale Ärztinnen und Ärzte in Deutschland in der Realität auf ihre Approbation warten müssen, haben wir eine eigene Umfrage durchgeführt. Dabei wollten wir wissen, wie viel Zeit der Antrag auf Approbation, also die Zulassung als Arzt in der Praxis wirklich beanspruchen – und ob sich dieser Zeitraum mit den Angaben deckt, die man oft bei den Landesärztekammern oder in offiziellen Broschüren findet.


Unsere Ergebnisse zeigen ein differenziertes Bild:

Je nachdem, ob es nur um die Berufserlaubnis, den kompletten Anerkennungsprozess von der Berufserlaubnis bis zur Approbation oder speziell um die Approbation mit Gleichwertigkeitsgutachten oder mit Kenntnisprüfung geht, variiert die Dauer erheblich.

Zudem haben wir festgestellt, dass es deutliche Unterschiede zwischen den einzelnen Bundesländern gibt.

So dauert das Verfahren erfahrungsgemäß in Bayern oder Baden-Würtemberg oft deutlich länger, während es in Brandenburg und Thüringen häufig wesentlich schneller geht. Unsere Umfrage bildet damit zwar eine allgemeine Durchschnittsbetrachtung ab, lässt aber Raum für regionale Besonderheiten, die den Prozess maßgeblich beeinflussen können.


Hier die wichtigsten Ergebnisse aus unserer Umfrage:

M steht für Monate/Zahlenangaben in %


Kategorie

<3 M

3-6 M

6-12 M

12-18 M

>18 M

>24 M

1. Berufserlaubnis erhalten

7.9

17.2

35.9

28.1

10.9

0.0

2. Kompletter Prozess: BE bis Approb.

0.0

13.3

30.0

26.7

30.0

0.0

3. Approbation mit Gleichwertigkeit

0.0

0.0

10.0

5.0

20.0

65.0

4. Approbation mit Kenntnisprüfung

0.0

0.0

6.5

32.3

3.2

58.1

5. Im Prozess: BE

0.0

3.6

10.7

25.0

60.7

0.0

6. Im Prozess: Kompletter Prozess

0.0

10.7

25.0

60.7

0.0

0.0



Kenntnisprüfung Vorbereitungskurs- Ärztliche Approbation


Auffälligkeit: Mit Kenntnisprüfung oft schneller

Besonders interessant war, dass Verfahren mit Kenntnisprüfung laut den Angaben unserer Teilnehmerinnen und Teilnehmer teilweise schneller abgeschlossen werden als die Approbation auf Basis eines Gleichwertigkeitsgutachtens. Eine mögliche Erklärung dafür: Wird die Kenntnisprüfung bestanden, haben die Behörden einen klaren Nachweis über die fachliche Eignung, was oft lange Dokumentenprüfungen und Vergleiche von Ausbildungsinhalten erspart.


Zulassung als Arzt: Warum die offiziellen Soll-Werte oft nicht eingehalten werden


In vielen offiziellen Quellen, Leitfäden und auch seitens der Ärztekammern wird immer wieder ein Zeitraum von etwa vier Monaten für die Bearbeitung des Antrags auf Approbation genannt – allerdings meist nur unter der Voraussetzung, dass eine Gleichwertigkeit der Ausbildung festgestellt wird. Diese Angabe gilt dabei eher als Soll-Wert, also als Ziel, das unter optimalen Bedingungen erreicht werden könnte.

Unsere Auswertungen zeigen jedoch, dass dieser Zeitraum in der Realität oft nicht eingehalten wird. Besonders Verfahren mit einem Gleichwertigkeitsgutachten zogen sich in unserer Umfrage häufig länger hin als Verfahren, bei denen eine Kenntnisprüfung erforderlich war. Das widerspricht dem Eindruck, den viele Bewerberinnen und Bewerber zunächst haben, wenn sie sich mit offiziellen Angaben beschäftigen.


Warum dauert die Gleichwertigkeitsprüfung oft länger?

Ein möglicher Grund liegt in der Komplexität dieses Verfahrens: Bei einem Gleichwertigkeitsverfahren müssen die Behörden die komplette Ausbildung detailliert prüfen und mit dem deutschen Medizinstudium vergleichen – von den einzelnen Studienfächern bis zu Klinikpraktika und nationalen Lehrplänen. Das ist nicht nur aufwendig, sondern hängt stark von der Qualität und Vollständigkeit der eingereichten Unterlagen und Übersetzungen ab.

Die langen Bearbeitungszeiten hängen  zum Teil an der Unterbesetzung in den bearbeitenden Behörden und hier spiegelt sich natürlich auch die hohe Zuwanderungsrate aus der Ukraine, durch den dort stattfindenden Krieg wider. Zum Teil handelt es sich dabei um Fachärzte, die trotz dem entsprechenden Wissen nicht eingesetzt werden dürfen.


Hinzu kommt ein weiterer entscheidender Punkt:


In einigen Bundesländern gibt es derzeit sogar einen Annahmestopp oder Weiterleitungsstopp für neue Gutachten, weil die zuständigen Gutachterstellen massiv überlastet sind. Sie müssen zunächst Altaufträge abarbeiten, bevor neue Fälle überhaupt angenommen oder geprüft werden können. Das führt dazu, dass sich Verfahren mit Gleichwertigkeitsprüfung aktuell teils noch länger hinziehen, als es selbst pessimistische Prognosen vermuten lassen. 

Eine bestandene Kenntnisprüfung hingegen liefert den Behörden oft eine schnelle und eindeutige Entscheidungsgrundlage: Der Nachweis über das aktuelle medizinische Wissen liegt klar vor, sodass langwierige Gutachten häufig entfallen können.



Deine ärztliche Approbation schneller erhalten-Antragsservice


Unsere Tipps, um Zeit zu sparen

  • Unterlagen vollständig und korrekt einreichen: Der häufigste Grund für Verzögerungen sind fehlende oder unvollständige Unterlagen. Prüfe deshalb alle Checklisten der zuständigen Behörde genau und sorge dafür, dass Übersetzungen und Beglaubigungen korrekt sind.


  • Kenntnisprüfung frühzeitig vorbereiten: Wenn abzusehen ist, dass deine Ausbildung nicht als vollständig gleichwertig anerkannt wird, solltest du dich frühzeitig auf die Kenntnisprüfung vorbereiten. Eine bestandene Prüfung kann das Verfahren oft deutlich beschleunigen, weil damit langwierige Gutachten entfallen.


  • Kontakt zu deiner Behörde halten: Frage regelmäßig nach dem Stand deines Antrags und ob noch Dokumente fehlen. Viele Behörden geben telefonisch oder per E-Mail kurzfristig Auskunft und können dich darauf hinweisen, falls noch Unterlagen benötigt werden.


  • Achte auf regionale Besonderheiten: In einigen Bundesländern gibt es aktuell Annahmestopps für Gutachten. Dort kann es sinnvoll sein, mit der Behörde zu sprechen, ob eine Kenntnisprüfung schneller zum Ziel führt oder ob du dich ggf. in einem anderen Bundesland bewerben solltest.


  • Approbationsantrag durch Experten vorbereiten lassen:

    Ein erfahrener Antragsservice begleitet dich Schritt für Schritt durch den gesamten Prozess, prüft deine Unterlagen auf Vollständigkeit und sorgt dafür, dass alles den behördlichen Anforderungen entspricht. Das spart Zeit, Nerven und oft auch teure Nachforderungen.



Auf den Punkt gebracht: Ärztliche Approbation – die Dauer ist oft länger als gedacht, aber du kannst viel steuern


Unsere Auswertungen zeigen klar: Der Weg zur ärztlichen Approbation in Deutschland dauert in vielen Fällen deutlich länger, als es offizielle Soll-Angaben vermuten lassen. Besonders Verfahren mit Gleichwertigkeitsgutachten ziehen sich oft über viele Monate oder Jahre – meistens länger als Verfahren mit einer Kenntnisprüfung.

Zudem zeigt die Erfahrung deutliche regionale Unterschiede: Während das Verfahren in Bundesländern wie Bayern oder Baden-Würtemberg erfahrungsgemäß länger dauert, geht es in Brandenburg oder Thüringen oft erheblich schneller.


Tipp:

Mit einer guten Vorbereitung kannst du selbst aktiv dazu beitragen, dass dein Antrag auf Approbation und damit deine Zulassung als Arzt in Deutschland schneller bearbeitet wird. Ob durch vollständige Unterlagen, eine rechtzeitige Entscheidung für die Kenntnisprüfung oder die Unterstützung durch Fachpersonal – viele kleine Schritte summieren sich am Ende zu einem deutlich effizienteren Prozess.

So bist du hoffentlich bald dort, wo du hingehörst: im deutschen Gesundheitssystem, als approbierte Ärztin oder approbierter Arzt.


Newsletter anmelden- Zulassung als Arzt


FAQ: Häufige Fragen zur ärztlichen Approbation und den Wartezeiten

Wie lange dauert der Antrag auf Approbation in Deutschland wirklich?

Das hängt stark davon ab, ob eine Gleichwertigkeit festgestellt werden muss oder eine Kenntnisprüfung nötig ist. Unsere Umfrage zeigt: Der gesamte Prozess dauert oft deutlich länger als die häufig genannten Soll-Werte von ca. 4 Monaten.

Warum dauert die Gleichwertigkeitsprüfung meist länger als eine Kenntnisprüfung?

Weil dabei jede Ausbildung im Detail mit dem deutschen Studium verglichen werden muss. Zudem gibt es aktuell in einigen Bundesländern Annahmestopps für neue Gutachten.

Gibt es regionale Unterschiede bei der Dauer des Approbationsverfahrens?

Ja, unsere Umfrage zeigt, dass Verfahren in Bundesländern wie Baden-Würtemberg und Bayern oft länger dauern, während es in Brandenburg oder Thüringen meist schneller geht.

Wie kann ich das Verfahren selbst beschleunigen?

Indem du deine Unterlagen vollständig und korrekt einreichst, frühzeitig entscheidest, ob du die Kenntnisprüfung machen willst, und ab und an mit der Behörde kommunizierst.

Hilft es, einen Antrag durch Fachpersonal vorbereiten zu lassen?

Ja, ein spezialisierter Service kann den Antrag professionell aufbereiten, Fehler vermeiden und dir so wertvolle Zeit sparen.




Quellen:


Marburger Bund: Synopse zur neuen Approbationsordnung für Ärzte (ÄApprO), Stand 24.01.2020

Die Welt: „Bilanz verheerend – Deutsche Bürokratie bremst geflüchtete ukrainische Ärzte aus“ (zu langen Wartezeiten und Gutachtenstaus)







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