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  • Approbation beantragen Hessen -HLfGP jetzt schneller durch neue Behörde (PQZ) - Licht am Ende des Tunnels?!

    Approbation beantragen in Hessen: Was ändert sich genau? „Approbation beantragen in Hessen“ – für viele ausländische Ärzt:innen aus einem nicht EU land war das bisher ein zermürbender Marathon durch lange Wartezeiten, unklare Rückmeldungen und kaum erreichbare Behörden. Zuständig war das Hessische Landesamt für Gesundheit und Pflege (HLfGP) – allerdings oft überlastet und mit komplexen internen Abläufen, die Betroffene nur schwer durchschauen konnten. Jetzt kommt Bewegung ins System: Mit dem neu geschaffenen Pflegequalifizierungszentrum (PQZ) gibt es erstmals eine vorgeschaltete Stelle, die alle Approbationsanträge in Hessen zentral entgegen nimmt, prüfen und vorsortieren soll. Das Ziel ist klar: mehr Transparenz, kürzere Bearbeitungszeiten – und endlich ein strukturierter Weg zur Approbation. Aber bringt das PQZ wirklich die erhoffte Entlastung? Wird die Beantragung der Approbation in Hessen dadurch wirklich einfacher, planbarer – schneller? In diesem Artikel erfährst du, was sich konkret ändert, was das für deinen Antrag bedeutet – und ob das neue Verfahren tatsächlich das Licht am Ende des Behördentunnels ist. Durch unseren Antragsservice für Berufserlaubnis und Approbation sind wir auf die Neuerungen aufmerksam geworden und wir bei match me medical   nehmen es natürlich genau unter die Lupe. Approbation beantragen in Hessen: Was ändert sich genau? Ab dem 01.04.2025 ändert sich das Antragsverfahren für die ärztliche Approbation in Hessen grundlegend. Ab diesem Datum sind alle Anträge zunächst an das Pflegequalifizierungszentrum (PQZ) zu richten – und nicht mehr direkt an das Hessische Landesamt für Gesundheit und Pflege. Das PQZ übernimmt ab dann die formale Prüfung auf Vollständigkeit: Es kontrolliert, ob alle Unterlagen korrekt eingereicht wurden, fordert bei Bedarf fehlende Dokumente nach und sorgt dafür, dass das Formular zur Approbationsbeantragung korrekt ausgefüllt ist. Erst nach Abschluss dieser Vorprüfung wird der Antrag an das HLfGP weitergeleitet. Ziel dieser Umstellung ist es, das Hessische Landesamt für Gesundheit und Pflege zu entlasten. Künftig soll sich das Landesamt ausschließlich auf die inhaltliche Bearbeitung und die Weiterleitung an die Landesärztekammer konzentrieren können – das spart Zeit und reduziert Rückfragen. Eine weitere Neuerung betrifft die Anlage 1 zum Antragsformular bei der Beantragung der Approbation. Bisher mussten viele Unterlagen im Original eingereicht werden – ein aufwändiger und oft risikobehafteter Schritt für Bewerber:innen aus dem Ausland. Ab sofort gilt: Es reichen beglaubigte Kopien der erforderlichen Dokumente. Das erhöht nicht nur die Sicherheit für Antragsteller:innen, sondern vereinfacht auch den Versand und die Vorbereitung der Unterlagen deutlich. Ziele und Vorteile der neuen Struktur beim Approbation beantragen in Hessen   Wer in den letzten Jahren in Hessen eine Approbation beantragen wollte, brauchte vor allem eines: Nerven aus Stahl. Unter den ausländischen Ärzt:innen aus einem Drittland galt das Bundesland als trauriger Spitzenreiter, wenn es um lange Bearbeitungszeiten, fehlende Kommunikation und einen undurchsichtigen Behördenapparat ging. So war es bisher: Frust, Stillstand und verlorene Zeit Im alten Verfahren lief alles direkt über das Hessische Landesamt für Gesundheit und Pflege (HLfGP) . In der Praxis hieß das für viele Ärzt:innen eine Wartezeit, zum Teil bis zu 2 Jahren, allein auf die Ausstellung der Berufserlaubnis, selbst wenn ein konkreter Arbeitsvertrag bereits vorlag. Schriftverkehr verlief ins Leere, Anfragen blieben unbeantwortet, eingeschaltete Anwält:innen wurden schlichtweg ignoriert. Einen festen Ansprechpartner? Fehlanzeige! Diese strukturelle Überforderung bedeutete für viele Bewerber:innen: Wertvoller Zeitverlust, keine Planungssicherheit – und ein Gefühl völliger Ohnmacht im Anerkennungsprozess. Für manche war das sogar das Ticket zurück in die ursprüngliche Heimat und das alles nur wegen einer unzureichenden Verarbeitungskapazität beim Land. So soll es jetzt laufen: PQZ als Vorschaltstelle bringt Ordnung Genau hier setzt die neue Struktur an: Mit dem neu geschaffenen Pflegequalifizierungszentrum (PQZ) gibt es ab sofort eine zentrale Vorprüfstelle, die alle eingehenden Anträge zunächst auf Vollständigkeit und formale Korrektheit prüft. Nur vollständig geprüfte Unterlagen werden anschließend an das Hessische Landesamt für Gesundheit und Pflege (HLfGP) weitergeleitet, welches sich dann um die inhaltliche Bewertung und finale Entscheidung kümmert. Was bedeutet das für dich? Klare Prozesse : Die Anforderungen und notwendigen Unterlagen werden standardisiert. Mehr Planbarkeit : Unvollständige Unterlagen fallen nicht einfach unter den Tisch – du bekommst Rückmeldungen. Beschleunigung : Das  HLfGP  soll durch die Entlastung schneller arbeiten können, da nur geprüfte Fälle auf dem Tisch landen. Ob diese neue Zweistufigkeit tatsächlich zu einer spürbaren Verbesserung führt, bleibt abzuwarten – aber die Richtung stimmt schon mal. Wem hilft das neue Verfahren bei der Beantragung der Approbation? Das neue zweistufige Verfahren mit dem Pflegequalifizierungszentrum kommt in erster Linie Erstantragsteller:innen zugute – also Ärzt:innen, die ihren Approbationsantrag in Hessen neu stellen und bisher noch keine vollständige Unterlageneinreichung beim  Hessische Landesamt für Gesundheit und Pflege vorgenommen haben. Diese Gruppe profitiert besonders davon, dass ihre Unterlagen künftig systematisch auf Vollständigkeit geprüft werden – noch bevor sie an das Hessische Landesamt für Gesundheit und Pflege weitergeleitet werden. Das minimiert die Gefahr, monatelang ohne Rückmeldung zu bleiben, weil die Anträge sich stapeln und keiner da ist, der sie sichtet. Gleichzeitig wird der Prozess durch klare Kriterien und eine strukturierte Vorprüfung nachvollziehbarer und planbarer. Welchen Vorteil haben Ärzte, die nach ihrer Beantragung der Approbation in Hessen schon lange warten? Die strukturelle Neuausrichtung durch das Pflegequalifizierungszentrum betrifft nicht nur neue Antragsteller:innen, also Erstanträge. Auch Ärzt:innen, die bereits seit Monaten oder gar Jahren auf eine Rückmeldung ihres Antrags zur Approbation in Hessen warten, ziehen ihren Profit daraus. Das neue PQZ übernimmt die Prüfung der neuen Anträge und somit werden Kapazitäten bei den Sachbearbeitern des HLfGP frei für die Bearbeitung der schon gestellten Anträge. Außerdem können Sie auch noch im Nachgang die Kenntnisprüfung(KP) beantragen, damit sich der Weg in den Job beschleunigt.  Wollen Sie eine KP machen – werden Sie jetzt aktiv! Gleichwertigkeitsprüfung oder Kenntnisprüfung? Du hast die Wahl! Im aktuellen Verfahren können Antragsteller:innen inzwischen im Formular selbst entscheiden, ob sie eine Kenntnisprüfung (KP) ablegen oder lieber eine Gleichwertigkeitsprüfung ihrer Unterlagen beantragen möchten. Doch diese Wahlmöglichkeit ist nicht klar genug gekennzeichnet – viele Ärzt:innen übersehen sie oder deuten sie nicht als das, was es ist. Mache dein Kreuz in das erste Kästchen unter Punkt 1 im Anhang 4 des Antrags auf Approbation und damit machst Du deutlich , dass Du die Kenntnisprüfung wählst. Antrag auf Approbation Dokument HLFGP Die Änderung basiert auf dem Entschluß des Bundesrates vom 05.07.2024, mit dem Ziel, die Beantragung der Approbation für ausländische Ärzt:innen bundesweit zu beschleunigen. Hintergrund ist die massive Überlastung der Gutachterstellen nicht nur in Hessen - Vorreiter waren Bayern und NRW. Durch die bewusste Entscheidung für die Kenntnisprüfung sollen Wartezeiten vermieden und Verfahren gezielt verkürzt werden. Siehe auch folgenden Blogbeitrag. Approbation beantragen NRW - Behörde setzt auf Tempo, deine neue Möglichkeit! Tipp für Ärzt:innen mit „Altverfahren“: Jetzt proaktiv handeln! Auch wer seinen Antrag bereits vor Monaten gestellt hat und seither kaum vorankommt, kann (und sollte) jetzt handeln. Denn die neue Wahlfreiheit gilt nicht nur für neue Anträge, sondern kann auch nachträglich eingefordert werden – durch eine kurze formlose Mitteilung an die Behörde.  Beachte: Wenn Du schon für das Gutachten zur Gleichwertigkeit bezahlt hast, bekommst Du kein Geld zurück und musst trotzdem für die Kenntnisprüfung bezahlen! So gehst du vor: Schreibe eine E-Mail an das HLfGP und gib dein Aktenzeichen an. Bitte darin explizit um die Zulassung zur Kenntnisprüfung, statt auf die Gleichwertigkeitsprüfung zu warten. Teile mit,  wann du voraussichtlich prüfungsbereit bist. KP-Termine sind angeblich aktuell gut verfügbar – und individuelle Wunschtermine  werden in vielen Fällen berücksichtigt. Damit haben wartende Ärzt:innen endlich die Chance, die Kontrolle über ihren Approbationsprozess in Hessen zurückzugewinnen. Was ist der Unterschied zwischen der Kenntnisprüfung und der Gleichwertigkeitsprüfung? Bei der Gleichwertigkeitsprüfung wird deine Ausbildung auf formale Übereinstimmung mit der Deutschen geprüft – bei der Kenntnisprüfung musst du dein medizinisches Wissen praktisch unter Beweis stellen. Kurz gesagt: Gleichwertigkeitsprüfung = Papierprüfung deiner Ausbildung. Kenntnisprüfung = praktische Prüfung deines Wissens (kleine Unterschiede je nach Bundesland). Für wen ist die Gleichwertigkeitprüfung beim Approbation beantragen in Hessen weiterhin empfehlenswert? Auch wenn die Kenntnisprüfung für viele Ärzt:innen aktuell der schnellere Weg ist, gibt es nach wie vor Fälle, in denen es sich lohnt, auf eine Gleichwertigkeitsprüfung zu setzen – insbesondere bei berufserfahrenen Fachärzt:innen, Oberärzt:innen oder Chefärzt:innen, die bereits über Jahre im Ausland in ihren Positionen gearbeitet haben. Zusätzlich ist durch die Umstrukturierung zu erwarten, dass die Bearbeitung durch die freigewordenen Kapazitäten schneller erfolgen wird, weil sicher einige Antragsteller:innen auf die Kenntnisprüfung umsteigen werden. Für diese Zielgruppe stehen die Chancen gut, dass ihre Qualifikationen als gleichwertig mit der deutschen ärztlichen Ausbildung anerkannt werden – was im Idealfall zur direkten Approbation ohne zusätzliche Prüfungen führt. Gerade bei komplexeren Berufslaufbahnen oder Spezialisierungen kann dies ein sinnvoller Weg sein, insbesondere wenn detaillierte Nachweise und strukturierte Weiterbildungen mit Praxiserfahrung aus dem Ausland vorliegen. Anders sieht es bei Ärzt:innen ohne relevante Berufserfahrung oder mit nicht strukturiert dokumentierten Ausbildungswegen aus: In diesen Fällen läuft die Prüfung der Gleichwertigkeit ohnehin meist auf das Ergebnis hinaus, dass eine Kenntnisprüfung erforderlich ist – was zusätzliche Monate Wartezeit kosten kann. Unser Fazit Die Approbation beantragen in Hessen war bislang für viele ausländische Ärzt:innen mit langen Wartezeiten und fehlender Transparenz verbunden. Das Hessische Landesamt für Gesundheit und Pflege (HLfGP) war überlastet, Rückmeldungen blieben oft komplett aus. Seit dem 01.04.2025 übernimmt das neue Pflegequalifizierungszentrum (PQZ) die Vorprüfung aller Anträge, bevor diese an das HLfGP weitergeleitet werden. Das sorgt für strukturierte Abläufe und soll das Verfahren beschleunigen – besonders für Erstantragsteller:innen. Zudem können Antragsteller:innen im Formular zwischen Kenntnisprüfung und Gleichwertigkeitsprüfung wählen – eine Änderung auf Basis des Bundesratsbeschluß vom 05.07.2024. Wer bereits wartet, kann aktiv werden und beim HLfGP die Kenntnisprüfung beantragen. Die Gleichwertigkeitsprüfung ist vor allem für Fachärzt:innen mit langjähriger Erfahrung sinnvoll. Für alle anderen führt sie meist ohnehin zur Kenntnisprüfung – hier ist es effizienter, diesen Weg direkt zu wählen, um schneller zur Approbation in Hessen zu gelangen. Eine gute Nachricht  zum Schluss: Wir haben telefonisch bei nur 2 Versuchen und keiner stundenlangen Warteschleife einen freundlichen, hilfsbereiten Mitarbeiter des PQZ erreicht, der uns alle Fragen beantwortet hat und uns versichert hat: „Es sind derzeit genug KP-Termine und FSP- Termine in Hessen verfügbar.” Ein weiterer Telefonversuch kann also lohnenswert sein. Unser in diesem Blog weitergegebenes Wissen haben wir zu einem großen Teil aus diesem langen, ergiebigen Telefonat mit dem kompetenten Sachbearbeiter des PQZ erworben. FAQ – “Approbation beantragen Hessen” mit dem HLfGP und PQZ Was ist das PQZ und welche Rolle spielt es bei der Beantragung der Approbation in Hessen? Das Pflegequalifizierungszentrum (PQZ) ist seit dem 01.04.2025 die neue vorgeschaltete Stelle in Hessen. Es prüft alle eingereichten Unterlagen auf Vollständigkeit, bevor sie an das Hessische Landesamt für Gesundheit und Pflege (HLfGP) weitergeleitet werden. Ziel ist es, den Approbationsprozess in Hessen zu beschleunigen und standardisierter zu gestalten.  Wohin muss ich meinen Antrag auf Approbation in Hessen ab jetzt senden? Ab sofort ist der Antrag nicht mehr direkt an das , sondern an das PQZ zu richten. Nur vollständig geprüfte Anträge werden weitergeleitet. Die genauen Kontaktdaten findest du auf den offiziellen Seiten des Hessischen Landesamt für Gesundheit und Pflege. Ich habe meinen Antrag schon vor Monaten gestellt – muss ich jetzt etwas tun? Nein, musst Du nicht, nur falls du nicht auf die langwierige Gleichwertigkeitsprüfung warten möchtest, kannst du  proaktiv handeln : Wende dich unter Angabe deines  Aktenzeichens an das HLfGP  und bitte um die Zulassung zur  Kenntnisprüfung . Was ist der Unterschied zwischen Gleichwertigkeitsprüfung und Kenntnisprüfung? Bei der  Gleichwertigkeitsprüfung  wird deine medizinische Ausbildung mit der deutschen verglichen – das dauert oft viele Monate, weil externe Gutachter:innen beteiligt sind. Die  Kenntnisprüfung (KP)  ist eine spezielle medizinische Prüfung, die du absolvieren kannst, um deine medizinischen Kenntnisse nachzuweisen, wenn du z. B. keine vollständige Anerkennung bekommst oder dich direkt dafür entscheidest.Das betrifft nur Ärzt:innen aus einem Drittland. Für wen lohnt sich die Gleichwertigkeitsprüfung weiterhin? Sie ist vor allem für  Fachärzt:innen, Oberärzt:innen oder Chefärzt:innen  mit mehrjähriger, gut dokumentierter und zertifizierter Berufserfahrung im Ausland sinnvoll. Diese haben gute Chancen auf eine  vollständige Anerkennung ohne Kenntnisprüfung . Ärzt:innen ohne relevante Berufserfahrung landen hingegen meist automatisch bei der  Kenntnisprüfung . Wie kann ich im Antrag angeben, dass ich die Kenntnisprüfung machen möchte? Es gibt ein entsprechendes Feld im Erstantrag, wo Du dein Kreuz machen kannst, allerdings ist es nicht ganz klar erkennbar als solches. Solltest Du Dich im Nachgang für die Kenntnisprüfung entscheiden, wende Dich per E-Mail mit Deinem Aktenzeichen an: approbation.ausland@hlfgp.hessen.de  und teile Deine Entscheidung mit. Gibt es aktuell ausreichend KP Termine in Hessen? Ja – laut aktuellen Rückmeldungen gibt es in Hessen ausreichend Termine für die Kenntnisprüfung. In vielen Fällen werden sogar Wunschtermine berücksichtigt, z. B. wenn du noch einen Vorbereitungskurs absolvierst und bald prüfungsbereit bist. Welche Vorteile bringt das neue Verfahren mit PQZ und HLfGP insgesamt? Mehr Struktur und Transparenz Kürzere Wartezeiten Frühzeitige Rückmeldung zu Unterlagen Möglichkeit, aktiv die KP zu wählen Entlastung des HLfGP = schnellere Bearbeitung Quellen HLfGP-Approbation https://verwaltungsportal.hessen.de/leistung?leistung_id=L100001_378822899#Bearbeitungsdauer PQZ_ Adresse https://hlfgp.hessen.de/akademische-gesundheitsberufe/erstantrag-approbation-und-berufserlaubnisse-abschluss-im-ausland HLfGP - Antrag auf Approbation https://hlfgp.hessen.de/sites/hlfgp.hessen.de/files/2023-03/antrag_medizin_approbation_und_berufserlaubnis_drittstaaten_stand_16.02.23.pdf Bundesratbeschluss vom 05.07.2024 https://www.bundesrat.de/SharedDocs/drucksachen/2024/0301-0400/319-24(B).pdf?__blob=publicationFile&v=1 Landesärztekammer- Merkblatt zur Kenntnisprüfung https://www.laekh.de/fileadmin/user_upload/Aerzte/Fachsprach_Kenntnispruefungen/Merkblatt_Kenntnispruefungen.pdf

  • Approbation Niedersachsen: Antragsflut, Gleichwertigkeit & Mythen zur Kenntnisprüfung

    Die Approbation in Niedersachsen hat sich in den letzten Jahren zu einer beliebten Option für internationale Ärzt:innen entwickelt, um in Deutschland beruflich Fuß zu fassen. Besonders bei der Anerkennung von Ärzten aus Drittstaaten hat sich Niedersachsen in den letzten Jahren zu einem regelrechten Hotspot entwickelt. Grund dafür ist nicht zuletzt der Ruf, die Kenntnisprüfung (KP) sei hier leichter oder schneller zu absolvieren, als in anderen Bundesländern. Diese Einschätzung hat dazu geführt, dass immer mehr Mediziner:innen aus Bundesländern wie Bayern und Nordrhein-Westfalen ihre Unterlagen erneut einreichen und auf eine Niedersachsen Approbation umschwenken, was zum Nachteil für die Erstantragsteller in Niedersachsen ist. Das Portal NiZza Niedersachsen, über das die Verfahren laufen, verzeichnet entsprechend hohe Antragszahlen. Doch was ist wirklich dran an den Mythen rund um Gleichwertigkeit und Kenntnisprüfung? Und was bedeutet die aktuelle Antragsflut konkret für Ärzt:innen, die ihren Antrag stellen wollen? Genau das schauen wir uns in diesem Beitrag näher an. Niedersachsen Approbation  : Antragsflut durch Wechsler aus NRW und Bayern Die Approbation Niedersachsen erlebt seit einiger Zeit einen regelrechten Boom. Auffällig ist dabei, dass viele Anträge von Ärzt:innen stammen, die ursprünglich ihr Verfahren in Bayern oder Nordrhein-Westfalen gestartet haben. Der Grund: Niedersachsen gilt vielerorts als das Bundesland, in dem die Kenntnisprüfung (KP) angeblich einfacher oder schneller zu bewältigen sei. Ob dieser Eindruck tatsächlich stimmt, sei dahingestellt. Es gibt Schwerpunktthemen, die in allen Bundesländern gleichermaßen Innere Medizin und Chirurgie sind, wenn auch die Fragen zu den Themen unterschiedlich sind. Dazu kommen fachübergreifende Fragen und Themen, z. B. aus den Bereichen Notfallmedizin, bildgebende Verfahren, klinische Pharmakologie, Strahlenschutz und Rechtsthemen gibt. Unserer Meinung nach liegt es ohnehin im Auge des Betrachters, ob eine Kenntnisprüfung schwer oder leicht ist. Jeder Mensch hat ein eigenes Empfinden dazu und letztlich müssen alle Ärzt:innen alles wissen, was für die Ausübung ihres Berufes notwendig ist – ganz gleich, in welchem Bundesland sie geprüft werden. Nur so können unsere Patienten verantwortungsvoll behandelt werden. Fakt  ist aber, dass diese Erwartung bei vielen Mediziner:innen zu einer Antragsflut bei der Beantragung der  Approbation Niedersachsen geführt hat. Gerade für die Anerkennung Ärzte aus Drittstaaten bedeutet das: längere Bearbeitungszeiten und teils verzögerte Terminvergaben für die KP. Hinzu kommt, dass alle Verfahren über das Online-Portal NiZza Niedersachsen abgewickelt werden. Dort spiegelt sich die steigende Zahl der Antragstellungen deutlich wider. Wer jetzt seinen Antrag erstmalig stellt, muss daher oft mehr Geduld mitbringen, bis es eine Rückmeldung gibt – unabhängig davon, ob später eine Gleichwertigkeit anerkannt oder die Kenntnisprüfung angesetzt wird. NiZza Niedersachsen: Gleichwertigkeit vor Kenntnisprüfung – trotz neuer Bundesratslinie Wer die Approbation Niedersachsen beantragt, muss sich weiterhin an den Grundsatz halten: Gleichwertigkeit vor Kenntnisprüfung (KP) Das bedeutet: In Niedersachsen wird grundsätzlich zuerst geprüft, ob deine Ausbildung als gleichwertig mit der deutschen Ausbildung anerkannt werden kann. Erst wenn wesentliche Unterschiede festgestellt werden, folgt die Einladung zur Kenntnisprüfung. Das ist insofern besonders, weil viele andere Bundesländer nach dem Bundesratsbeschluss vom 05.07.2024 begonnen haben, genau diesen Grundsatz zu lockern und häufiger die Wunschoption direkt die KP zu machen, ansetzen. Niedersachsen bleibt dagegen (noch) bei der bisherigen Praxis. Eine wichtige Ausnahme gibt es dennoch: Über die Anlage 9 kannst du schon bei Antragstellung angeben, dass bestimmte Unterlagen nicht zu beschaffen sind – zum Beispiel weil sie im Herkunftsland nicht existieren oder die Beschaffung unverhältnismäßig teuer und langwierig wäre. In solchen Fällen kann die Behörde auf eine ausführliche Gleichwertigkeitsprüfung verzichten und dich direkt zur KP zulassen. Das ist umso relevanter, weil die ZAP Niedersachsen derzeit wegen der großen Antragsflut keine neuen Gutachten mehr annimmt und zuerst alte Anträge abarbeitet. Die Folge: Wartezeiten auf eine Gleichwertigkeitsentscheidung liegen aktuell oft bei bis zu 1,5 Jahren. Aus unserer Sicht könnte man überlegen, die Möglichkeit der direkten KP-Zulassung noch stärker zu nutzen, es offensichtlicher als Wunsch in die Hände der Antragsteller zu legen und somit eventuell etwas mehr Entspannung zu erhalten. Dauer & aktuelle Wartezeiten für Anerkennung Ärzte aus Drittstaaten Die hohe Zahl an Anträgen auf die Approbation Niedersachsen wirkt sich inzwischen spürbar auf die Bearbeitungszeiten aus. Gerade für die Anerkennung Ärzte aus Drittstaaten bedeutet das oft ein langes Warten — egal ob es am Ende um die Gleichwertigkeit oder die Kenntnisprüfung (KP) geht. Wer auf eine Gleichwertigkeitsentscheidung wartet, muss derzeit mit bis zu 1,5 Jahren rechnen, bevor die ZAP Niedersachsen den Antrag abschließend bearbeitet. Das betrifft besonders Fälle, in denen nicht über die Anlage 9 direkt um die KP gebeten wurde. Auch für die Kenntnisprüfung selbst sind Wartezeiten einzuplanen: Nach der Zulassung zur KP dauert es aktuell in Niedersachsen meist noch einmal 4 bis 6 Monate, bis tatsächlich ein Termin stattfindet.. Das Online-Portal NiZza Niedersachsen, über das alle Unterlagen eingereicht und Termine verwaltet werden, zeigt dabei deutlich: Die Zahl offener Anträge ist hoch — Geduld ist also derzeit ein wichtiger Begleiter auf dem Weg zur Niedersachsen Approbation. Fazit: Approbation Niedersachsen bleibt gefragt – doch längere Wartezeiten treffen Erstantragsteller hart Die Approbation Niedersachsen ist nach wie vor ein sehr gefragter Weg für internationale Ärzt:innen, die Anerkennung Ärzte aus Drittstaaten zu erlangen. Trotz der aktuell langen Bearbeitungszeiten bleibt Niedersachsen für viele attraktiv — nicht zuletzt wegen des Rufs, die Kenntnisprüfung (KP) sei hier leichter oder schneller zu bestehen. Wir denken es liegt ohnehin im Auge des Betrachters, ob eine KP schwer oder leicht ist — entscheidend ist, dass die Ärzt:innen ihr Wissen in jedem Fall parat haben müssen, um den Beruf verantwortungsvoll auszuüben. Allerdings muss man klar sagen: Die mittlerweile deutlich erhöhten Wartezeiten sind auch eine Folge der vielen Wechsler aus Bayern und NRW, die ihre Verfahren abbrechen und neu in Niedersachsen starten. Das geht leider oft zu Lasten der Erstantragsteller bei der Niedersachsen Approbation, die hier ihren allerersten Antrag stellen und nun ebenfalls mit monatelangen Verzögerungen leben müssen. An dieser Stelle lassen wir nochmal einen eigenen Gedanken einfließen. Ist es sinnvoll, von NRW oder Bayern zu wechseln und die erneute hohe Wartezeit in Kauf zu nehmen, statt diese Zeit in das intensive Lernen für die Kenntnisprüfung zu investieren, denn zur Ausübung des Berufs muss das Wissen komplett sein! Wichtig zu wissen bleibt in Niedersachsen: Nach wie vor gilt der Grundsatz „Gleichwertigkeit vor Kenntnisprüfung“, auch wenn andere Bundesländer diesen Weg nach dem Bundesratsbeschluss vom 05.07.2024 zunehmend aufweichen. Über die Anlage 9 besteht jedoch immerhin die Möglichkeit, direkt zur KP zugelassen zu werden, wenn Unterlagen nicht beschaffbar sind. Um hier mehr Transparenz zu schaffen, starten wir von match me medica l  am Donnerstag, den 10.07.2024 , eine eigene Umfrage zu den tatsächlichen Wartezeiten für die Gleichwertigkeit und die Kenntnisprüfung im Allgemeinen. Die Ergebnisse werden wir in einem unserer nächsten Blogs vorstellen — damit du noch besser einschätzen kannst, was dich erwartet. FAQ zur Niedersachsen Approbation, NiZza & Kenntnisprüfung Warum gibt es aktuell so viele Anträge auf die Approbation Niedersachsen? Viele internationale Ärzt:innen wechseln hauptsächlich von NRW oder Bayern nach Niedersachsen, weil dort der Ruf besteht, die Kenntnisprüfung (KP) sei leichter oder schneller möglich. Das führt zu einer regelrechten Antragsflut, die die Bearbeitungszeiten verlängern kann. Was bedeutet Gleichwertigkeit bei der Niedersachsen Approbation? Bevor eine Kenntnisprüfung angesetzt wird, prüft die Behörde, ob die Ausbildung als gleichwertig mit der deutschen Ausbildung anerkannt werden kann. Erst wenn das nicht der Fall ist, kommt die KP ins Spiel. Ausnahme: Bestimmte Unterlagen können nicht beschafft werden (Anlage 9 Approbationsantrag). Diese Regelung gilt in Niedersachsen auch nach dem Bundesratsbeschluss vom 05.07.2024 weiter. Wann wird die Kenntnisprüfung (KP) in Niedersachsen notwendig? Wenn deine Ausbildung nicht gleichwertig zu der deutschen Ausbildung ist, das medizinische Curriculum unvollständig ist, wichtige Unterlagen nicht beschafft werden können oder deren Beschaffung unverhältnismäßig teuer bzw. aufwendig wäre, ordnet die Behörde eine Kenntnisprüfung an. Wie lange dauert es derzeit bis zur Entscheidung über Gleichwertigkeit oder einen KP-Termin? Durch die hohe Nachfrage kann es bei der Niedersachsen Approbation aktuell bis zu 1,5 Jahren dauern, bis ein Bescheid über die Gleichwertigkeit ergeht und 4-6 Monate bis ein Termin für die Kenntnisprüfung erteilt wird. Genaue Zeiten variieren je nach Einzelfall und Unterlagensituation. Was ist NiZza und welche Rolle spielt es bei der Approbation in Niedersachsen? NiZza Niedersachsen steht für das elektronische Portal, über das Anträge auf die Approbation Niedersachsen eingereicht und verwaltet werden. Es dient als zentrale Plattform für Dokumentenupload, Kommunikation und Terminvergabe. Quellen NiZza - Niedersächsischer Zweckverband zur Approbationerteilung abteilung-1-anerkennung-auslandischer-berufsqualifikationen-150219.htm ă‹n ärztekammer Niedersachsen kenntnispruefung Bundesratsbeschluss vom 05.07.2024 319-24(B).pdf DGRh Landesärztekammern/ Bundesärztekammern Landesärztekammern.html

  • Ärztliche Approbation in Deutschland: Wie lange dauert es wirklich?

    Die ärztliche Approbation ist die offizielle Zulassung, die Ärztinnen und Ärzte in Deutschland benötigen, um eigenständig arbeiten zu dürfen. Sie ist damit der entscheidende Schritt von der Ausbildung hin zur vollwertigen ärztlichen Tätigkeit. Uns hat besonders interessiert, wie lange der Anerkennungs- und Zulassungsprozess in der Praxis tatsächlich dauert. Stimmen die Erfahrungen unserer Bewerberinnen und Bewerber mit den Zeitangaben überein, die man häufig bei Landesärztekammern oder in offiziellen Übersichten findet? Oder gibt es doch deutliche Abweichungen? Um das herauszufinden, haben wir die Antworten zahlreicher Ärztinnen und Ärzte ausgewertet, die in Deutschland ihre Approbation beantragt haben oder sich mitten im Verfahren befinden. In diesem Beitrag zeigen wir dir die Ergebnisse unserer aktuellen Umfrage – und werfen dabei auch einen kurzen Blick auf die Unterschiede zwischen Verfahren mit und ohne Kenntnisprüfung. Was ist eine Approbation? Die Approbation ist die staatliche Zulassung, die du als Ärztin oder Arzt in Deutschland brauchst, um eigenverantwortlich arbeiten zu dürfen. Sie bestätigt, dass deine Ausbildung und Qualifikation den deutschen Anforderungen entsprechen. Ohne Approbation ist eine ärztliche Tätigkeit in Deutschland nicht erlaubt – sie ist damit die entscheidende Grundlage für deine Zulassung als Arzt . Blog: Approbation für Ärzte in Deutschland: Voraussetzungen, Ablauf und Tipps Tatsächliche Dauer bis zur ärztlichen Approbation in Deutschland? Unsere Umfrage zur Zulassung als Arzt Um herauszufinden, wie lange internationale Ärztinnen und Ärzte in Deutschland in der Realität auf ihre Approbation warten müssen, haben wir eine eigene Umfrage durchgeführt. Dabei wollten wir wissen, wie viel Zeit der Antrag auf Approbation, also die Zulassung als Arzt in der Praxis wirklich beanspruchen – und ob sich dieser Zeitraum mit den Angaben deckt, die man oft bei den Landesärztekammern oder in offiziellen Broschüren findet. Unsere Ergebnisse zeigen ein differenziertes Bild: Je nachdem, ob es nur um die Berufserlaubnis, den kompletten Anerkennungsprozess von der Berufserlaubnis bis zur Approbation oder speziell um die Approbation mit Gleichwertigkeitsgutachten oder mit Kenntnisprüfung geht, variiert die Dauer erheblich. Zudem haben wir festgestellt, dass es deutliche Unterschiede zwischen den einzelnen Bundesländern  gibt. So dauert das Verfahren erfahrungsgemäß in Bayern oder Baden-Würtemberg oft deutlich länger, während es in Brandenburg und Thüringen häufig wesentlich schneller geht. Unsere Umfrage bildet damit zwar eine allgemeine Durchschnittsbetrachtung ab, lässt aber Raum für regionale Besonderheiten, die den Prozess maßgeblich beeinflussen können. Hier die wichtigsten Ergebnisse aus unserer Umfrage: M steht für Monate/Zahlenangaben in % Kategorie <3 M 3-6 M 6-12 M 12-18 M >18 M >24 M 1. Berufserlaubnis erhalten 7.9 17.2 35.9 28.1 10.9 0.0 2. Kompletter Prozess: BE bis Approb. 0.0 13.3 30.0 26.7 30.0 0.0 3. Approbation mit Gleichwertigkeit 0.0 0.0 10.0 5.0 20.0 65.0 4. Approbation mit Kenntnisprüfung 0.0 0.0 6.5 32.3 3.2 58.1 5. Im Prozess: BE 0.0 3.6 10.7 25.0 60.7 0.0 6. Im Prozess: Kompletter Prozess 0.0 10.7 25.0 60.7 0.0 0.0 Auffälligkeit: Mit Kenntnisprüfung oft schneller Besonders interessant war, dass Verfahren mit Kenntnisprüfung laut den Angaben unserer Teilnehmerinnen und Teilnehmer teilweise schneller abgeschlossen werden als die Approbation auf Basis eines Gleichwertigkeitsgutachtens. Eine mögliche Erklärung dafür: Wird die Kenntnisprüfung bestanden, haben die Behörden einen klaren Nachweis über die fachliche Eignung, was oft lange Dokumentenprüfungen und Vergleiche von Ausbildungsinhalten erspart. Zulassung als Arzt: Warum die offiziellen Soll-Werte oft nicht eingehalten werden In vielen offiziellen Quellen, Leitfäden und auch seitens der Ärztekammern wird immer wieder ein Zeitraum von etwa vier Monaten für die Bearbeitung des Antrags auf Approbation genannt – allerdings meist nur unter der Voraussetzung, dass eine Gleichwertigkeit der Ausbildung festgestellt wird. Diese Angabe gilt dabei eher als Soll-Wert, also als Ziel, das unter optimalen Bedingungen erreicht werden könnte. Unsere Auswertungen zeigen jedoch, dass dieser Zeitraum in der Realität oft nicht eingehalten wird. Besonders Verfahren mit einem Gleichwertigkeitsgutachten zogen sich in unserer Umfrage häufig länger hin als Verfahren, bei denen eine Kenntnisprüfung erforderlich war. Das widerspricht dem Eindruck, den viele Bewerberinnen und Bewerber zunächst haben, wenn sie sich mit offiziellen Angaben beschäftigen. Warum dauert die Gleichwertigkeitsprüfung oft länger? Ein möglicher Grund liegt in der Komplexität dieses Verfahrens: Bei einem Gleichwertigkeitsverfahren müssen die Behörden die komplette Ausbildung detailliert prüfen und mit dem deutschen Medizinstudium vergleichen – von den einzelnen Studienfächern bis zu Klinikpraktika und nationalen Lehrplänen. Das ist nicht nur aufwendig, sondern hängt stark von der Qualität und Vollständigkeit der eingereichten Unterlagen und Übersetzungen ab. Die langen Bearbeitungszeiten hängen  zum Teil an der Unterbesetzung in den bearbeitenden Behörden und hier spiegelt sich natürlich auch die hohe Zuwanderungsrate aus der Ukraine, durch den dort stattfindenden Krieg wider. Zum Teil handelt es sich dabei um Fachärzte, die trotz dem entsprechenden Wissen nicht eingesetzt werden dürfen. Hinzu kommt ein weiterer entscheidender Punkt: In einigen Bundesländern gibt es derzeit sogar einen Annahmestopp oder Weiterleitungsstopp für neue Gutachten, weil die zuständigen Gutachterstellen massiv überlastet sind. Sie müssen zunächst Altaufträge abarbeiten, bevor neue Fälle überhaupt angenommen oder geprüft werden können. Das führt dazu, dass sich Verfahren mit Gleichwertigkeitsprüfung aktuell teils noch länger hinziehen, als es selbst pessimistische Prognosen vermuten lassen.  Eine bestandene Kenntnisprüfung hingegen liefert den Behörden oft eine schnelle und eindeutige Entscheidungsgrundlage: Der Nachweis über das aktuelle medizinische Wissen liegt klar vor, sodass langwierige Gutachten häufig entfallen können. Unsere Tipps, um Zeit zu sparen Unterlagen vollständig und korrekt einreichen: Der häufigste Grund für Verzögerungen sind fehlende oder unvollständige Unterlagen. Prüfe deshalb alle Checklisten der zuständigen Behörde genau und sorge dafür, dass Übersetzungen und Beglaubigungen korrekt sind. Kenntnisprüfung frühzeitig vorbereiten: Wenn abzusehen ist, dass deine Ausbildung nicht als vollständig gleichwertig anerkannt wird, solltest du dich frühzeitig auf die Kenntnisprüfung vorbereiten. Eine bestandene Prüfung kann das Verfahren oft deutlich beschleunigen, weil damit langwierige Gutachten entfallen. Kontakt zu deiner Behörde halten: Frage regelmäßig nach dem Stand deines Antrags und ob noch Dokumente fehlen. Viele Behörden geben telefonisch oder per E-Mail kurzfristig Auskunft und können dich darauf hinweisen, falls noch Unterlagen benötigt werden. Achte auf regionale Besonderheiten: In einigen Bundesländern gibt es aktuell Annahmestopps für Gutachten. Dort kann es sinnvoll sein, mit der Behörde zu sprechen, ob eine Kenntnisprüfung schneller zum Ziel führt oder ob du dich ggf. in einem anderen Bundesland bewerben solltest. Approbationsantrag durch Experten vorbereiten lassen: Ein erfahrener Antragsservice begleitet dich Schritt für Schritt durch den gesamten Prozess, prüft deine Unterlagen auf Vollständigkeit und sorgt dafür, dass alles den behördlichen Anforderungen entspricht. Das spart Zeit, Nerven und oft auch teure Nachforderungen. Auf den Punkt gebracht: Ärztliche Approbation – die Dauer ist oft länger als gedacht, aber du kannst viel steuern Unsere Auswertungen zeigen klar: Der Weg zur ärztlichen Approbation in Deutschland dauert in vielen Fällen deutlich länger, als es offizielle Soll-Angaben vermuten lassen. Besonders Verfahren mit Gleichwertigkeitsgutachten ziehen sich oft über viele Monate oder Jahre – meistens länger als Verfahren mit einer Kenntnisprüfung. Zudem zeigt die Erfahrung deutliche regionale Unterschiede: Während das Verfahren in Bundesländern wie Bayern oder Baden-Würtemberg erfahrungsgemäß länger dauert, geht es in Brandenburg oder Thüringen oft erheblich schneller. Tipp: Mit einer guten Vorbereitung kannst du selbst aktiv dazu beitragen, dass dein Antrag auf Approbation und damit deine Zulassung als Arzt in Deutschland schneller bearbeitet wird. Ob durch vollständige Unterlagen, eine rechtzeitige Entscheidung für die Kenntnisprüfung oder die Unterstützung durch Fachpersonal – viele kleine Schritte summieren sich am Ende zu einem deutlich effizienteren Prozess. So bist du hoffentlich bald dort, wo du hingehörst: im deutschen Gesundheitssystem, als approbierte Ärztin oder approbierter Arzt. FAQ: Häufige Fragen zur ärztlichen Approbation und den Wartezeiten Wie lange dauert der Antrag auf Approbation in Deutschland wirklich? Das hängt stark davon ab, ob eine Gleichwertigkeit festgestellt werden muss oder eine Kenntnisprüfung nötig ist. Unsere Umfrage zeigt: Der gesamte Prozess dauert oft deutlich länger als die häufig genannten Soll-Werte von ca. 4 Monaten. Warum dauert die Gleichwertigkeitsprüfung meist länger als eine Kenntnisprüfung? Weil dabei jede Ausbildung im Detail mit dem deutschen Studium verglichen werden muss. Zudem gibt es aktuell in einigen Bundesländern Annahmestopps für neue Gutachten. Gibt es regionale Unterschiede bei der Dauer des Approbationsverfahrens? Ja, unsere Umfrage zeigt, dass Verfahren in Bundesländern wie Baden-Würtemberg und Bayern oft länger dauern, während es in Brandenburg oder Thüringen meist schneller geht. Wie kann ich das Verfahren selbst beschleunigen? Indem du deine Unterlagen vollständig und korrekt einreichst, frühzeitig entscheidest, ob du die Kenntnisprüfung machen willst, und ab und an mit der Behörde kommunizierst. Hilft es, einen Antrag durch Fachpersonal vorbereiten zu lassen? Ja, ein spezialisierter Service kann den Antrag professionell aufbereiten, Fehler vermeiden und dir so wertvolle Zeit sparen. Quellen: Marburger Bund: Synopse zur neuen Approbationsordnung für Ärzte (ÄApprO), Stand 24.01.2020 https://www.marburger-bund.de/sites/default/files/files/2020-01/2020-01-24_MB_SN_Synopse_ÄApprO%20(002)_0.pdf Bundesärztekammer: Themenseite https://www.bundesaerztekammer.de/suche?tx_solr%5Bq%5D=approbation+für+Ärzte+aus+drittländern Die Welt: „Bilanz verheerend – Deutsche Bürokratie bremst geflüchtete ukrainische Ärzte aus“ (zu langen Wartezeiten und Gutachtenstaus) https://www.welt.de/252822286 Bild: „Ukrainische Ärzte warten auf Zulassung“ https://www.bild.de/politik/inland/deutscher-buerokratie-irrsinn-ukrainische-aerzte-warten-auf-zulassung-66ae1c73c3cfd352dfe77095

  • Bundeslandwechsel bei BE und Approbation – Chance oder Risiko für ausländische Ärzt:innen in Deutschland?

    Ein Wechsel von einem Bundesland ins nächste klingt für viele ausländische Ärzt:innen nach einer cleveren Abkürzung auf dem Weg Ärzt:in zu werden: neues Bundesland, neue Chancen, vielleicht sogar eine „einfachere“ Prüfung oder schnellere Anerkennung. Doch gerade beim Thema Berufserlaubnis (BE) und Approbation kann dieser Schritt mehr kosten als er bringt –  Zeit, Geld und Nerven, also doch eher ein Umweg? Was viele nicht wissen: Ein Bundeslandwechsel ist kein einfacher Ortswechsel, sondern bedeutet im Prinzip einen komplett neuen Antrag, neue Behörden, neue Regeln. Wer vorschnell handelt, riskiert Rückschritte statt Fortschritte. In diesem Artikel erfährst du: wann sich ein Bundeslandwechsel wirklich lohnt, welche Risiken und Nachteile du kennen musst, und was du vor der Entscheidung unbedingt prüfen solltest. Ob du gerade auf deine Kenntnisprüfung wartest, eine Stelle in einem anderen Bundesland gefunden hast oder überlegst, dein Anerkennungsverfahren neu zu starten – dieser Artikel hilft dir, eine fundierte Entscheidung zu treffen. Was bedeutet ein Bundeslandwechsel bei dem Antrag auf Anerkennung für Ärzte aus Drittstaaten auf dem Weg zur Approbation? Ein Bundeslandwechsel wirkt für viele ausländische Ärzt:innen zunächst unkompliziert – doch bei BE (Berufserlaubnis) und Approbation hat er weitreichende Konsequenzen. Denn: Anerkennungsverfahren sind in Deutschland Ländersache, jede Anerkennungsstelle arbeitet mit eigenen Prozessen und Fristen und Du musst alle Voraussetzungen als Arzt/Ärztin erfüllen. Das bedeutet konkret: Wenn du das Bundesland wechselst, musst du deinen bisherigen Antrag schriftlich zurückziehen – erst dann kann das neue Bundesland deinen Fall übernehmen. In der Regel fordert die neue Anerkennungsstelle die bereits eingereichten Unterlagen beim ursprünglichen Bundesland an. Allerdings gilt: Nicht alle Dokumente können übernommen werden. Du musst bestimmte Unterlagen meistens erneut vorlegen, z.B.: neue Nachweise zu deiner Identität  Meldebescheinigung und/oder Jobzusage ein aktuelles Führungszeugnis (Belegart O) eine neue ärztliche Bescheinigung (nicht älter als 1 Monat) Zudem ist im neuen Bundesland eine Neuentscheidung über die Erteilung der BE oder Approbation erforderlich – auch wenn du im alten Bundesland schon kurz vor der Kenntnisprüfung standest oder bereits eine BE hattest. Es gibt keinen Rechtsanspruch auf direkte Übernahme des Verfahrensstands. Berufserlaubnis (BE) vs. Approbation – kurz erklärt Die Berufserlaubnis (BE) ist zeitlich befristet und erlaubt ärztliche Tätigkeit unter Aufsicht – häufig im Vorfeld der Kenntnisprüfung (KP). Die Approbation ist die vollständige ärztliche Zulassung. Sie wird meist erst nach erfolgreichem Prüfungsverfahren erteilt. Ein Bundeslandwechsel ist also kein rein formeller Schritt, sondern bedeutet meist eine Neubewertung deines Verfahrens – inklusive zusätzlichem Aufwand, möglichen Verzögerungen und Unsicherheiten. Warum viele ausländische Ärzt:innen in Deutschland auf Beschleunigung durch Bundeslandwechsel hoffen Die Entscheidung, in ein anderes Bundesland zu wechseln, treffen viele ausländische Ärzt:innen nicht zufällig, sondern oft in der Hoffnung auf bessere Chancen, um schneller Arzt oder Ärztin zu werden. In Foren, Facebook-Gruppen oder durch Erfahrungsberichte hören sie: „In Bundesland XY ist die Prüfung leichter“  oder „Da bekommst du schneller einen KP-Termin“ . Das klingt nach einer klugen Lösung – vor allem, wenn das aktuelle Verfahren schleppend verläuft oder Unsicherheit herrscht. Doch viele dieser Erwartungen beruhen auf Einzelfällen, Missverständnissen oder veralteten Informationen. Häufige Annahmen sind zum Beispiel: „Die Kenntnisprüfung ist dort einfacher“ – in Wirklichkeit sind die Prüfungsinhalte bundesweit ähnlich geregelt, Unterschiede entstehen natürlich in der Fragestellung und den Zusatzbereichen. was für jeden Einzelnen schwierig ist, ist an die eigene Persönlichkeit geknüpft. „Ich bekomme dort schneller einen Termin“ – auch das kann kurzfristig zutreffen, aber diese Fristen ändern sich laufend, je nach Bundesland, Bewerberzahl und Personalstand in den Behörden. „Die BE wird dort schneller oder leichter erteilt“ – das mag bei sehr starren Verfahren in einem Bundesland verlockend klingen, aber: eine neue BE im Zielbundesland ist keinesfalls garantiert – und kann sogar schwerer zu bekommen sein als gedacht. In vielen Fällen steckt hinter dem Wunsch nach einem Wechsel auch die Frustration mit bürokratischen Hürden, langen Wartezeiten oder intransparenten Kommunikation der Behörde. Das ist verständlich – aber ein Wechsel aus reinem Unmut kann dazu führen, dass sich die Situation verschlechtert statt verbessert. Deshalb gilt: Ein Bundeslandwechsel bei der Anerkennung für Ärzt:innen aus Drittstaaten sollte nicht auf Gerüchten oder Emotionen basieren, sondern auf klaren, belegbaren Fakten.  In den nächsten Abschnitten erfährst du, wann sich der Wechsel wirklich lohnt – und wann du besser bleiben solltest. Anerkennung für ausländische Ärzte in Deutschland - Diese Risiken entstehen beim Bundeslandwechsel Ein Bundeslandwechsel kann eine strategische Entscheidung sein – birgt aber auch Risiken, die vielen Ärzt:innen aus Drittstaaten nicht vollständig bewusst sind. Besonders dann, wenn der Wechsel aus Frust oder auf Basis unvollständiger Informationen erfolgt, kann er den gesamten Prozess deutlich verlangsamen. 1. Verzögerungen durch Neubeginn des Verfahrens Auch wenn die neue Anerkennungsstelle in der Regel die vorhandenen Unterlagen vom alten Bundesland anfordert, beginnt das Verfahren dort formal neu. Das bedeutet: Du musst deinen bisherigen Antrag schriftlich zurückziehen Die neue Behörde richtet eine neue Akte ein Du musst alle Anträge neu einreichen Du wartest erneut auf eine Erstbearbeitung und Einschätzung Ein bereits geplanter KP-Termin oder die bestehende BE im alten Bundesland ist damit nicht mehr gültig. 2. Zusätzlicher Aufwand und wiederkehrende Kosten Beim Wechsel müssen bestimmte Dokumente aktuell und neu eingereicht werden – z. B.: Ärztliche Bescheinigung (nicht älter als 1 Monat) Führungszeugnis (Belegart O) Aktualisierte Meldebescheinigung und/oder Jobzusage Hinzu kommen oft Gebühren für den neuen Antrag, mögliche Übersetzungskosten und ggf. Ausgaben im Zusammenhang mit Umzug oder Wohnsitzmeldung. 3. Ungewissheit über Fristen und Abläufe im neuen Bundesland Die Bearbeitungsdauer kann sich stark unterscheiden – auch kurzfristig. Ein Bundesland, das in Foren als „schnell“ gilt, kann aktuell ausgelastet oder personell unterbesetzt sein. Zudem gilt es zu bedenken, wenn durch das Bekanntwerden der schnelleren Bearbeitung der Zustrom der Wechsler zunimmt, erhöhen sich auch die Wartezeiten. Zudem ist keine Übernahme eines BE-Bescheids garantiert: Die neue Behörde prüft eigenständig, ob die Voraussetzungen für eine neue Berufserlaubnis gegeben sind – z. B. anhand einer konkreten Arbeitsplatz- oder Schulungszusage. Merke: Ein Bundeslandwechsel kann sinnvoll sein – aber nur, wenn du die behördlichen Abläufe und Anforderungen im Zielbundesland genau kennst. Andernfalls riskierst du Verzögerungen, doppelte Kosten und unnötige Belastungen. Wann sich ein Bundeslandwechsel lohnt -auf dem Weg, schneller Arzt/Ärztin zu werden Trotz aller Risiken gibt es Situationen, in denen ein Bundeslandwechsel für ausländische Ärzt:innen sinnvoll und sogar notwendig sein kann. Wichtig ist jedoch: Der Wechsel sollte gut begründet, dokumentiert und strategisch vorbereitet sein – nicht aus Frust oder Gerüchten heraus erfolgen. 1. Konkrete Jobzusage im anderen Bundesland Wenn du eine verbindliche Zusage von einem Krankenhaus hast, vlt. sogar mit direkter Hospitation bis zum Erhalt der Berufserlaubnis, kann der Bundeslandwechsel gezielt erfolgen. In diesem Fall erhöht sich die Wahrscheinlichkeit auf eine BE-Erteilung deutlich, da du eine konkrete Perspektive nachweist. Das ist der Moment, in dem du nicht mehr lange überlegen solltest. Wenn alle Rahmenbedingungen stimmen und die BE im Zielbundesland realistisch erscheint, kann ein zügiger Wechsel die richtige Entscheidung sein, um schneller approbierter Arzt/Ärztin zu werden– vor allem, wenn dir sonst wertvolle Zeit verloren geht. 2. Tatsächlich kürzere Bearbeitungszeiten (belegt!) In seltenen Fällen kann ein anderes Bundesland derzeit schneller entscheiden als dein aktueller Standort. Klar ist- überall musst Du bestimmte Voraussetzungen als Ärzt:in erfüllen, um die Anerkennung als Arzt oder Ärztin aus einem Drittstaat zu erhalten. Achtung: Erfahrungsberichte in Foren sind oft veraltet oder subjektiv. Verbindliche Aussagen bekommst du nur durch direkte Nachfrage bei der zuständigen Anerkennungsstelle. Bevor du den Wechsel in Gang setzt, hol dir schriftliche Informationen, zur aktuellen Wartezeit für Gutachten zur Gleichwertigkeit oder KP-Terminen. 3. Letzter Versuch bei der Kenntnisprüfung (KP) In Deutschland hast du insgesamt drei Versuche, um die Kenntnisprüfung (KP) zu bestehen – und das unabhängig vom Bundesland. Wenn du bereits zwei erfolglose Versuche hinter dir hast, kann es sinnvoll sein, dich nach neuen Prüfungsmodalitäten umzusehen, die dir vielleicht mehr Flexibilität bieten oder andere Bedingungen für die Durchführung der Prüfung ermöglichen. Ein Wechsel des Bundeslandes könnte in diesem Fall dazu führen, dass du einen weiteren Versuch unter anderen Rahmenbedingungen bekommst oder dich einfach nur vom Kopf her freier fühlst. Was ausländische Ärzt:innen in Deutschland vor dem Bundeslandwechsel prüfen sollten Ein Bundeslandwechsel kann Chancen eröffnen – oder dich Monate zurückwerfen. Deshalb ist es besonders wichtig, dass du nicht voreilig entscheidest, sondern vorab gezielt prüfst, ob sich der Wechsel in deinem konkreten Fall wirklich lohnt. Hier sind die wichtigsten Punkte, die du vor dem Rückzug deines Antrags und dem Neustart im anderen Bundesland klären solltest: 1. Gibt es eine konkrete Perspektive im Zielbundesland? Hast du eine feste Jobzusage oder gibt es wichtige persönliche Gründe für den Wechselwunsch? Gibt es eine Klinik, die dich beim Anerkennungsverfahren aktiv unterstützt? Ohne eine klare Perspektive kann der Wechsel schnell zur Sackgasse werden. 2. Wie lange dauern  Bearbeitung und Prüfung im Zielbundesland aktuell? Gibt es verlässliche Informationen zur Bearbeitungszeit für neue Anträge? Wie lange warten andere aktuell auf KP-Termine oder BE-Bescheide? Hast du bei der zuständigen Anerkennungsstelle telefonisch oder schriftlich nachgefragt? Achte darauf, dich nicht nur auf Foren oder Social Media zu verlassen – diese Infos sind oft veraltet oder einseitig. 3. Welche Unterlagen musst du neu einreichen? Auch wenn viele Dokumente zwischen den Behörden übermittelt werden, musst du bestimmte Unterlagen im neuen Bundesland selbst und in aktueller Form nachreichen, z. B.: Führungszeugnis der Belegart O (darf nicht älter als drei Monate sein) Ärztliche Bescheinigung Aktuelle Meldebescheinigung oder Passkopie Klär am besten vorab mit der neuen Anerkennungsstelle, was genau benötigt wird – damit du keine unangenehmen Überraschungen erlebst. 4. Hast du die finanziellen und zeitlichen Ressourcen für den Wechsel? Ein Bundeslandwechsel kostet nicht nur Zeit, sondern auch Geld: Neue Gebühren evtl. andere Beglaubigungen und Übersetzungen Möglicher Umzug oder Zweitwohnsitz Unterbrechung von Vorbereitung oder Beschäftigung Wenn du ohnehin unter Druck stehst, kann ein Wechsel zusätzlich belasten – und muss gut durchdacht sein. Fazit: Bundeslandwechsel um schneller Ärzt:in zu werden nur mit Plan – nicht aus Panik Ein Bundeslandwechsel kann in bestimmten Fällen sinnvoll sein – zum Beispiel bei einer klaren Jobzusage oder deutlich kürzeren Bearbeitungszeiten. Aber er ist kein Geheimtipp, um schwierige Prüfungen zu umgehen oder Verfahren abzukürzen. Fakt ist, du musst bestimmte Voraussetzungen als Arzt/Ärztin erfüllen und diese müssen in jedem Bundesland geprüft werden.  Wichtig ist, vor dem ersten Antrag bereits die Bundesländer zu vergleichen – in Bezug auf Bearbeitungszeiten, Kommunikation und praktische Voraussetzungen. Wer sich hier früh orientiert, erspart sich später Umwege.  Auch vor einem Wechsel mitten im Verfahren solltest du nüchtern abwägen: Gibt es echte Vorteile – oder hoffst du nur auf einen Neuanfang, der dich am Ende Zeit und Geld kostet? Unsere persönliche Meinung zur Kenntnisprüfung (KP): Viele denken, sie hätten in einem anderen Bundesland bessere Chancen, weil „die Prüfung dort leichter ist“. Aus unserer Erfahrung gilt: Die KP ist und bleibt eine Prüfung – wer gut vorbereitet ist, besteht sie überall. Anstatt Energie in einen Bundeslandwechsel zu stecken, der oft ein bürokratischer Umweg ohne echten Gewinn ist, lohnt es sich, diese Zeit und das Geld gezielt in eine strukturierte KP-Vorbereitung mit dem entsprechenden Kurs zu investieren. Hier wirst Du fachlich, sprachlich und mental fit gemacht. Genau das bringt dich wirklich näher an dein Ziel - die Approbation und somit Arzt bzw. Ärztin zu werden. FAQ -  Bundeslandwechsel bei BE & Approbation – Chancen, Risiken und Entscheidungshilfen Wann lohnt sich ein Bundeslandwechsel im Anerkennungsverfahren wirklich? Ein Bundeslandwechsel kann sinnvoll sein, wenn du eine konkrete Jobzusage oder eine Einladung zu einem Vorbereitungskurs im Zielbundesland hast oder dort nachweislich deutlich kürzere Bearbeitungszeiten bestehen. Auch bei einem dritten KP-Versuch kann ein Wechsel psychologisch sinnvoll sein – formal ändert sich an der Prüfungsanzahl aber nichts Wird meine Berufserlaubnis (BE) im neuen Bundesland übernommen? Wann ist ein Bundeslandwechsel nicht empfehlenswert? Wenn du keine klare Perspektive im neuen Bundesland hast – also weder Stelle, noch Zusage, noch Informationen über aktuelle Wartezeiten – bringt ein Wechsel meist mehr Aufwand als Nutzen. Du verlierst eventuell deinen KP-Termin, musst Dokumente neu einreichen und beginnst bürokratisch fast von vorne. Welche Risiken entstehen durch den Bundeslandwechsel? Ein Wechsel kann zu Verzögerungen, zusätzlichen Kosten und Unsicherheiten im Verfahren führen. Du brauchst u. a. ein neues Führungszeugnis, eine aktuelle ärztliche Bescheinigung und musst erneut auf BE oder KP-Zulassung warten. Eine bereits erteilte BE ist nicht übertragbar. Ist ein Bundeslandwechsel ein Trick, um die KP leichter zu bestehen? Nein. Die Kenntnisprüfung ist bundesweit inhaltlich vergleichbar. Auch wenn es organisatorische Unterschiede gibt, entscheidet nicht das Bundesland über den Erfolg – sondern deine fachliche und sprachliche Vorbereitung. Was sollte ich vor dem Bundeslandwechsel unbedingt prüfen? Vor einem Wechsel solltest du: die Bearbeitungszeiten im Zielbundesland erfragen, klären, welche Unterlagen neu eingereicht werden müssen, und prüfen, ob du dort realistische Chancen auf eine BE oder KP-Zulassung hast. Ohne diese Informationen riskierst du Rückschritte statt Fortschritte. Quellen: Die Informationen in diesem Artikel basieren zu einem großen Teil auf Erfahrungen aus unserem Antragsservice sowie allgemeinen Vorgaben zur Anerkennung medizinischer Abschlüsse in Deutschland. Da die Verfahren je nach Bundesland unterschiedlich ablaufen können , lohnt sich ein Blick auf die offiziellen Stellen: Bundesärztekammer https://www.bundesaerztekammer.de/themen/aerzte/internationales/aerztliche-taetigkeit-in-deutschland#:~:text=Die%20Approbation%20kann%20unabhängig%20von,Approbationsbehörden%20in%20den%20jeweiligen%20Bundesländern . Bundesärztekammer https://www.bundesaerztekammer.de/fileadmin/user_upload/BAEK/Themen/Internationales/Orientierungshilfe_mit_Fachglossar_DE_220302.pdf DGRh https://dgrh.de/Start/Aus-,-Fort----Weiterbildung/Weiterbildung.html

  • Ärztevermittlung neu gedacht: Was match me medical wirklich anders macht

    Ob Berufsstart, Facharztweiterbildung oder berufliche Neuorientierung – wer als Arzt oder Ärztin in Deutschland den nächsten Karriereschritt machen will, stößt schnell auf das Thema Ärztevermittlung. Und oft auch auf Frust: unpersönliche Abläufe, fehlende Transparenz und wenig echtes Verständnis für die medizinische Realität. Genau hier setzen wir an. Als Personalvermittlung für Ärzte in Deutschland denken wir das Thema neu – menschlich, fundiert und mit echtem Blick für deinen Weg. In diesem Artikel erfährst du, was uns bei match me medical von klassischen Vermittlern unterscheidet, worauf du achten solltest – und wie du von einem Partner profitierst, der mehr bietet als nur einen Job. Ärztevermittlung in Deutschland: Was viele Ärzt:innen nicht wissen Die Wahl der richtigen Ärztevermittlung ist oft entscheidender, als es auf den ersten Blick scheint. Viele Ärzt:innen – ob aus dem Inland oder Ausland – verlassen sich auf klassische Vermittlungsagenturen in der Hoffnung auf einen schnellen Einstieg. Doch was sie nicht sehen: Hinter dem Begriff Personalvermittlung für Ärzte steckt nicht immer dasselbe Maß an Qualität, Transparenz oder medizinischem Verständnis. Gerade in Deutschland ist der Markt der Personalvermittlungen für Ärzte groß – aber unübersichtlich. Einige Agenturen arbeiten rein provisionsbasiert, verfolgen kurzfristige Platzierungsziele oder lassen Bewerber:innen nach der ersten Jobvermittlung allein. Das kann dazu führen, dass der eigentlich vielversprechende Karriereschritt mit Umwegen, Enttäuschungen oder sogar Rückschritten verbunden ist. Dabei wünschen sich Ärzt:innen – zu Recht – mehr als nur eine Stellenanzeige oder ein kurzes Vermittlungsgespräch. Sie brauchen Orientierung, echte Beratung und einen Partner, der nicht nur den medizinischen Arbeitsmarkt kennt, sondern ihre persönliche Laufbahn versteht und mitdenkt. Mehr als nur Ärztevermittlung: Persönliche Begleitung statt schneller Jobvermittlung match me medical ist keine klassische Personalvermittlung für Ärzte – und darauf sind wir stolz. Genau das hat unsere Gründerin dazu bewogen sich selbstständig zu machen. Sie wollte nicht, wie viele Anbieter in der Ärztevermittlung in Deutschland lediglich auf die reine Jobplatzierung setzen, sondern die Bewerber:innen vom ersten Schritt an – und weit über den Arbeitsvertrag hinaus - begleiten. Unsere Unterstützung beginnt dort, wo andere längst aussteigen: Antragsservice inklusive individueller Beratung zum Anerkennungsverfahren Eigener FSP-Kurs, flexibel und praxisnah Kooperation mit einem der besten Anbieter für die Kenntnisprüfung (KP) Bewerbercoaching für Bewerbung, Interview und Klinikalltag Aber damit endet unsere Arbeit nicht. Wir nehmen uns Zeit für ehrliche Gespräche. Wir sagen dir ganz klar, was möglich ist – und was nicht. Welche Wege realistisch sind, welche Alternativen es gibt und wo du besser noch etwas abwarten solltest. Auch nach der erfolgreichen Vermittlung bleiben wir an deiner Seite: Wenn es Fragen zur Klinik gibt, Herausforderungen im Team oder Feedback zum Start – wir hören zu, greifen ein, vermitteln und lernen daraus. So wissen wir genau, welche Kliniken wirklich gut arbeiten, wie der Umgang mit internationalen Kolleg:innen ist und wo wir unsere Bewerber:innen mit gutem Gewissen hinschicken können. Denn am Ende zählt für uns nicht, wie viele Stellen wir besetzen, sondern wie wir mit dir den besten Weg zu deinem Ziel finden! Welchen Benefit dir unsere Ärztevermittlung wirklich bringt Eine gute Personalvermittlung für Ärzte ist mehr als nur eine Jobvermittlung – sie spart Zeit, vermeidet Fehler und bringt dich schneller ans Ziel. Genau das ist unser Anspruch bei match me medical: Wir begleiten dich nicht nur bei der Stellensuche, sondern durch alle wichtigen Schritte auf deinem Weg als Ärzt:in in Deutschland. Mit match me medical bekommst du nicht nur irgendeine Ärztevermittlung in Deutschland, sondern einen echten Partner an deiner Seite, der deinen Weg kennt und mitdenkt. Das bedeutet für dich: Weniger Stress – weil du dich nicht selbst um Antrag, Kurse, Vorbereitung und Klinik Recherche kümmern musst; Bessere Entscheidungen – weil du offen, ehrlich und realistisch beraten wirst; Weniger Umwege – weil wir dich dort abholen, wo du gerade stehst, und dir helfen, gezielt weiterzukommen; Mehr Sicherheit – weil wir wissen, welche Kliniken gut arbeiten, fair bezahlen und dich wirklich fördern; Echte Unterstützung – auch nach  der Vermittlung, z. B. wenn es am Anfang hakt oder du Feedback brauchst; Viele Ärzt:innen sagen uns im Rückblick, dass sie bei anderen Ärztevermittlungen zwar eine Stelle bekommen haben – aber keine echte Orientierung. Erst durch unsere strukturierte Begleitung haben sie das Gefühl gehabt, wirklich verstanden, vorbereitet und langfristig unterstützt worden zu sein. Wenn du dir das auch wünschst, melde dich gerne bei uns. Wir nehmen uns Zeit für dich – offen, ehrlich und unverbindlich. Dein Weg verdient mehr als nur eine schnelle Vermittlung. FAQ - Häufige Fragen zur Personalvermittlung für Ärzt:innen mit match me medical Vermittelt ihr nur ausländische Ärzt:innen oder Assistenzärzt:innen? Nein. Wir arbeiten mit Ärzt:innen aus dem In- und Ausland – und auf allen Karrierestufen. Egal ob du als Assistenzarzt/-ärztin in die Weiterbildung startest oder bereits als Facharzt, Oberarzt oder Chefarzt tätig bist: Wir begleiten dich individuell und zielgerichtet. Kostet die Personalvermittlung für Ärzte bei euch etwas? Nein. Unsere Personalvermittlung für Ärzte ist für Bewerber:innen kostenlos. Es gibt keine versteckten Gebühren oder Provisionsmodelle zu deinem Nachteil – wir arbeiten transparent und fair. Bleibt ihr auch nach der Ärztevermittlung Ansprechpartner? Ja. Wir lassen dich nach der erfolgreichen Vermittlung nicht allein. Bei Fragen, Unsicherheiten oder Problemen im neuen Job stehen wir weiterhin an deiner Seite – auch langfristig. Wie wählt ihr Kliniken in eurer Ärztevermittlung aus? Wir arbeiten bei der Personalvermittlung für unsere Ärzte nur mit sorgfältig ausgewählten Kliniken zusammen. Wichtig sind uns gute Arbeitsbedingungen, klare Weiterbildungsperspektiven und ein respektvoller Umgang im Team. Unterstützt ihr auch über die reine Ärztevermittlung hinaus? match me medical versteht sich als ganzheitlicher Partner in der Ärztevermittlung in Deutschland. Wir begleiten dich nicht nur bei der Jobsuche, sondern unterstützen dich auch beim Antragsverfahren, mit einem eigenen FSP-Kurs, der Vorbereitung auf die Kenntnisprüfung (KP) und individuellem Bewerbercoaching – alles aus einer Hand und mit persönlicher Begleitung. Quellen & weiterführende Informationen Unübersichtlicher Vermittlungsmarkt in Deutschland: Der deutsche Vermittlungsmarkt für medizinisches Personal ist groß, aber nicht immer transparent. Gerade bei internationalen Ärzt:innen fehlt es häufig an klarer Qualitätssicherung. International Health Policies: “Is the recruitment of foreign-trained health professionals the solution to Germany’s health care crisis? Risiken provisionsbasierter Vermittlungsmodelle: Klassische Vermittlungen arbeiten häufig provisionsgetrieben, was zu kurzfristigen Entscheidungen führen kann. Laut dem Recruitment Advisor treten hier regelmäßig Problemfelder im Bewerbungsprozess auf, etwa intransparente Kommunikation oder fehlende Nachbetreuung. ILO/Recruitment Advisor: Häufige Probleme im Vermittlungsprozess in Deutschland Kritik an Vermittlungen & fragwürdigen Geschäftsmodellen: In der Vergangenheit gerieten Vermittler im Gesundheitsbereich immer wieder in die Kritik – von Interessenkonflikten bis hin zu Fällen von Patientenhandel.  Wikipedia-Artikel: Patientenvermittler in Deutschland match me medical- Alles was du über uns wissen willst Website

  • Approbation Bayern beantragen: Neues Verfahren seit Juli 2025 - was steckt dahinter?

    Wer seine Approbation in Bayern beantragen möchte, steht seit dem 1. Juli 2025 vor einem veränderten Verfahren. Bis dahin war es oft mühsam, die richtige Bezirksregierung zu finden, Unterlagen einzureichen und mit unterschiedlichen Abläufen klarzukommen. Mit der Einführung der ZAABY – Zentralen Anerkennungsstelle für Approbationsberufe in Bayern soll nun alles einfacher, einheitlicher und schneller werden. Gerade für internationale Ärzt:innen ist diese Änderung entscheidend: In Bayern gibt es kaum Stellen, die eine Arbeit mit Berufserlaubnis (BE) ermöglichen. Wer Zeit in die Beantragung einer BE investiert, verliert oft wertvolle Monate. Umso wichtiger ist es, den direkten Weg zur Approbation zu kennen und gut vorbereitet zu gehen. Doch was hat sich konkret geändert – und bringt das neue Verfahren wirklich Vorteile? Approbation Bayern – Neues Verfahren ab Juli 2025 Seit dem 1. Juli 2025 gibt es eine zentrale Veränderung: Wer seine Approbation Bayern beantragen möchte, stellt den Antrag nicht mehr bei den Bezirksregierungen, sondern ausschließlich bei der ZAABY – Zentralen Anerkennungsstelle für Approbationsberufe in Bayern. Diese ist bei der Regierung von Oberbayern angesiedelt. Damit gehört die aufwendige Suche nach der zuständigen Stelle der Vergangenheit an. Ärzt:innen, die ihre Approbation in Bayern beantragen, haben jetzt nur noch einen Ansprechpartner. Alle Verfahren laufen über die ZAABY, was mehr Transparenz und Einheitlichkeit schafft. Die wichtigsten Punkte im Überblick: Ein Ansprechpartner: zentrale Bearbeitung aller Anträge bei der ZAABY. Einheitliche Abläufe: gleiche Standards für alle Bewerber:innen. Digitales Portal: Online-Einreichung von Unterlagen möglich. Ausnahme: Ärzt:innen mit deutschem Abschluss in Franken → weiterhin Regierung von Unterfranken. Für internationale Ärzt:innen bedeutet das: mehr Klarheit, weniger Bürokratie – und die Hoffnung, dass der Weg zur Approbation künftig wirklich schneller wird. Berufserlaubnis Arzt Bayern: Darum ist der direkte Weg zur Approbation besser Viele internationale Ärzt:innen fragen sich zunächst, ob sie mit einer Berufserlaubnis als Arzt in Bayern starten können, um die Zeit bis zur Approbation zu überbrücken. Unsere Erfahrung zeigt jedoch klar: In Bayern gibt es praktisch keine Stellen, die auf Basis einer BE vergeben werden. Das bedeutet: Arbeitgeber bevorzugen die Approbation, weil sie Planungssicherheit und weniger bürokratischen Aufwand bietet. Mit einer BE sind die Einsatzmöglichkeiten stark eingeschränkt – viele Kliniken lehnen Bewerber:innen mit Berufserlaubnis ab. Wer seine Energie auf die Beantragung einer BE konzentriert, verliert oft wertvolle Monate, die besser in die direkte Vorbereitung auf die Approbation investiert wären. Daher ist unsere Empfehlung: In Bayern solltest du deine Energie nicht in die Berufserlaubnis Arzt Bayern investieren. Konzentriere dich stattdessen von Anfang an auf die Approbation – das ist der sicherste und schnellste Weg, um erfolgreich ins Berufsleben einzusteigen. Landesprüfungsamt Bayern – was bleibt für die Kenntnisprüfung gleich? Auch wenn die Antragstellung seit Juli 2025 zentralisiert ist, bleibt für Ärzt:innen die Kenntnisprüfung inhaltlich und organisatorisch unverändert. Das Landesprüfungsamt Bayern arbeitet weiterhin eng mit den medizinischen Fakultäten zusammen und koordiniert die Prüfungen. Allerdings muss dir eines klar sein: Du stellst den Antrag auf Zulassung zur Kenntnisprüfung nicht selbst beim Landesprüfungsamt. Stattdessen läuft alles über deinen Approbationsantrag bei der Zentralen Anerkennungsstelle für Approbationsberufe. Die ZAABY prüft deine Unterlagen und meldet dich – falls notwendig – automatisch beim Landesprüfungsamt und dem zuständigen Prüfungsamt der Universität an. Von dort erhältst du dann deine Einladung mit Ort und Termin. Die Zuteilung des Prüfungsortes richtet sich wie bisher nach dem Wohnort der Ärzt:innen – ein Wunschort ist nicht möglich. Die Kenntnisprüfung wird an einer der fünf Universitäten in Bayern abgelegt: LMU München Technische Universität München (TUM) Universität Regensburg Julius-Maximilians-Universität Würzburg Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg Für dich als Ärzt:in bedeutet das: Auch wenn du deine Approbation jetzt bei der ZAABY beantragst, bleibt das Landesprüfungsamt Bayern deine feste Anlaufstelle, sobald es um die Organisation der Kenntnisprüfung geht – allerdings ohne dass du dich dort selbst anmelden musst. Vorteile und Herausforderungen der neuen Regelung Die Zentralisierung der Anträge zur Approbation Bayern bei der ZAABY bringt für internationale Ärzt:innen einige klare Vorteile – aber auch Punkte, die im Alltag zur Herausforderung werden können. Vorteile: Ein Ansprechpartner: Alle Anträge laufen über eine Stelle – keine Unsicherheit mehr, welche Bezirksregierung zuständig ist. Einheitliche Abläufe: Gleiche Anforderungen und Standards für alle Bewerber:innen. Digitale Einreichung: Mit dem Online-Portal können Dokumente schneller hochgeladen und bearbeitet werden. Mehr Transparenz: Klarer Überblick über den Status des eigenen Antrags. Herausforderungen: Mögliche Überlastung: Da alle Anträge bei der ZAABY eingehen, könnten Wartezeiten anfangs länger werden. Anlaufphase: Neue Strukturen brauchen Zeit, bis sie sich eingespielt haben. Keine Abkürzungen: Auch im neuen Verfahren bleibt die Kenntnisprüfung Pflicht für viele internationale Ärzt:innen. Für dich als Ärzt:in heißt das: Das Verfahren zur Approbation Bayern ist heute klarer und einheitlicher als früher – ob es aber auch tatsächlich schneller wird, hängt davon ab, wie gut die neue zentrale Behörde arbeitet, bzw. wie gut sie personell aufgestellt ist. Das Wichtigste in Kürze: Approbation Bayern beantragen im neuen Verfahren Seit Juli 2025 ist der Weg zur Approbation Bayern klarer strukturiert: Alle Anträge laufen zentral über die ZAABY, was für mehr Übersicht und einheitliche Abläufe sorgt. Auch wenn die Bearbeitungszeiten anfangs schwanken können, bringt die Zentralisierung langfristig Vorteile für internationale Ärzt:innen. Wichtiger Hinweis: Die Berufserlaubnis Arzt Bayern bietet kaum Perspektiven. Wer Zeit und Energie investiert, sollte sich von Anfang an auf die Approbation konzentrieren – das spart Monate und erhöht die Chancen auf eine Stelle erheblich. Die Kenntnisprüfung bleibt weiterhin Pflicht für viele Bewerber:innen und wird über das Landesprüfungsamt Bayern organisiert. Der Prüfungsort richtet sich nach dem Wohnort und liegt an einer der fünf Universitäten im Freistaat. Kurz gesagt: Wer seine Approbation in Bayern beantragen will, sollte den direkten Weg gehen – gut vorbereitet, vollständig dokumentiert und mit Fokus auf das neue Verfahren. FAQ – Approbation Bayern beantragen Wo stelle ich seit Juli 2025 meinen Antrag auf Approbation in Bayern – und gibt es Ausnahmen? Seit dem 1. Juli 2025 läuft die Antragstellung zentral über die ZAABY (Zentrale Anerkennungsstelle für Approbationsberufe in Bayern) bei der Regierung von Oberbayern. Eine Ausnahme gilt nur für Ärzt:innen mit deutschem Abschluss in Franken: Sie können ihre Approbation weiterhin bei der Regierung von Unterfranken beantragen. Welche Rolle spielt die Berufserlaubnis als Arzt in Bayern? Die Berufserlaubnis Arzt Bayern spielt in der Praxis kaum eine Rolle. Es gibt nur sehr wenige Stellen, die mit einer BE besetzt werden. Daher empfiehlt es sich, direkt den Weg zur Approbation zu gehen. Wo stelle ich den Antrag auf Kenntnisprüfung? Du musst keinen separaten Antrag stellen. Die ZAABY prüft deine Unterlagen und meldet dich – falls erforderlich – automatisch beim Landesprüfungsamt Bayern und der zuständigen Universität an. An welchen Orten findet die Kenntnisprüfung in Bayern statt? Die Kenntnisprüfung wird an einer der fünf Universitäten durchgeführt: LMU München Technische Universität München (TUM) Universität Regensburg Julius-Maximilians-Universität Würzburg Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg Hat sich die Kenntnisprüfung durch das neue Verfahren verändert? Nein. Die Kenntnisprüfung bleibt inhaltlich und organisatorisch unverändert. Der Prüfungsort richtet sich nach deinem Wohnort, ein Wunschort ist nicht möglich. Quellen: Zentralisierung der Approbationsanträge (ZAABY): Regierung von Oberbayern – Pressemitteilung zur Einrichtung der ZAABY (seit 01.07.2025 zentral zuständig): https://www.regierung.oberbayern.bayern.de/presse/aktuelle_meldungen/2025/am08 Bayern Portal – Approbation beantragen (Infos zum Verfahren und Online-Portal): https://www.bayernportal.de/dokumente/leistung/856657170204 Ausnahme der Zentralisierung bei deutschen Abschlüsse in Franken: Regierung von Unterfranken – Zuständigkeit für Approbation bei deutschen Abschlüssen in Franken: https://www.regierung-unterfranken.bayern.de/aufgaben/177673/177700/leistung/leistung_12109 Kenntnisprüfung & Landesprüfungsamt Bayern:Regierung von Oberbayern – Infos zur ärztlichen Kenntnisprüfung: https://www.regierung.oberbayern.bayern.de/service/berufsqualifikation/approbationsberufe/faq-kp-aerzte Regierung von Oberbayern – Infos für Prüfer:innen (zeigt die beteiligten Universitäten & Termine): https://www.regierung.oberbayern.bayern.de/service/berufsqualifikation/approbationsberufe/kp-infos-aerztliche-pruefer

  • Ohne Approbation als Arzt kein Job in Deutschland - das sind die Fakten

    Du hast deine Unterlagen längst eingereicht, vielleicht sogar schon die Fachsprachprüfung bestanden – und trotzdem stehst du ohne Job als Arzt da. Der Grund: In Deutschland ist die Approbation weit mehr als ein bürokratischer Stempel. Sie ist deine uneingeschränkte Berufszulassung und für die meisten Arbeitgeber die Grundvoraussetzung, um dich einzustellen. Zwar gibt es die Möglichkeit, mit einer Berufserlaubnis (BE) als Arzt vorübergehend zu arbeiten – doch aktuell sind solche Stellen selten, hart umkämpft und mit deutlichen Einschränkungen verbunden. Schätzungen zeigen: Rund 90–95 % aller Arztstellen werden mit approbierten Ärzt:innen besetzt, während nur etwa 5–10 % auf Ärzt:innen mit Berufserlaubnis entfallen – meist in kleineren oder ländlichen Kliniken. Warum der direkte Fokus auf die Approbation oft die bessere Strategie ist Genau hier setzt dieser Artikel an: Er soll Ärzt:innen ohne Approbation helfen, Klarheit darüber zu bekommen, ob und wann es wirklich erstrebenswert ist, einen Job mit BE zu suchen – und wann der direkte Fokus auf die Approbation die bessere Strategie ist. Unsere Erfahrung zeigt: Ja, halte Ausschau nach Stellen für Ärzte mit Berufserlaubnis – sie können ein Sprungbrett sein. Aber verliere dabei nie dein eigentliches Ziel aus den Augen: die Approbation. Wer sich frühzeitig auf die Kenntnisprüfung (KP) vorbereitet, verkürzt den Weg erheblich und hat langfristig die besten Chancen auf einen sicheren und fair bezahlten Arbeitsplatz. Approbation als Arzt – warum es ohne sie kaum Chancen auf einen Job gibt Die Approbation ist die vollständige, staatliche Berufszulassung für Ärzt:innen in Deutschland. Sie erlaubt dir, Patient:innen eigenverantwortlich zu behandeln, Diagnosen zu stellen und Therapien zu verordnen – ohne fachliche oder zeitliche Einschränkungen. Für Arbeitgeber ist die Approbation nicht nur ein Stück Papier, sondern ein Qualitätssiegel: Sie bestätigt, dass deine Ausbildung gleichwertig mit der eines deutschen Medizinstudiums ist. Sie belegt deine ausreichenden Deutschkenntnisse, auch in der medizinischen Fachsprache. Sie zeigt, dass du persönlich und gesundheitlich in der Lage bist, den Job als Arzt auszuüben. Gerade im Klinikalltag bedeutet das für die Personalplanung einen enormen Unterschied. Mit Approbation kannst du voll einsetzbar in allen Bereichen arbeiten, während du mit Berufserlaubnis nur unter Aufsicht und mit eingeschränkten Kompetenzen tätig sein darfst. Das führt in der Praxis dazu, dass viele Kliniken lieber warten, bis ein:e Bewerber:in die Approbation vorweisen kann, als jemanden nur mit BE einzustellen. Für dich heißt das: Ohne Approbation als Arzt ist die Auswahl an Stellenangeboten drastisch kleiner – und oft gibt es dutzende Bewerber:innen auf die wenigen offenen Positionen. Job als Arzt ohne Approbation – realistische Optionen im laufenden Verfahren Ohne Approbation als Arzt bist du in Deutschland stark eingeschränkt. Du darfst zwar als Ärzt:in arbeiten, aber nur unter Aufsicht und in einem klar festgelegten Rahmen. Die häufigste Möglichkeit dafür ist die Berufserlaubnis (BE). Mit einer BE kannst du: in einer Klinik unter ärztlicher Aufsicht tätig sein, Untersuchungen durchführen, dich an Behandlungen beteiligen, wichtige Praxiserfahrung für die spätere Approbation sammeln. Was du nicht darfst: Diagnosen eigenständig stellen, Therapien oder Rezepte ohne Rücksprache verordnen, dich in allen Bereichen frei bewegen – die Arbeit ist an das Bundesland und den Arbeitgeber gebunden. die Zeit wird dir nicht als Facharzt-Weiterbildungszeit angerechnet. Die Realität am Arbeitsmarkt: Unsere Erfahrung zeigt: Stellen mit BE sind aktuell rar. Viele Arbeitgeber scheuen den organisatorischen Aufwand und bevorzugen Bewerber:innen mit Approbation. Die wenigen offenen BE-Stellen sind daher oft heiß umkämpft. Unser Rat: Ja, halte die Augen offen und bewirb dich auf BE-Stellen – es kann eine wertvolle Brücke sein, um schon Praxisluft zu schnuppern. Sei dabei offen für alle Städte in Deinem Bundesland. Verliere dabei nie den Fokus auf dein Hauptziel aus den Augen: die Approbation. Nutze die Wartezeit gezielt zur Vorbereitung auf die Kenntnisprüfung (KP), denn dieser Weg führt oft schneller ans Ziel, als das Warten auf eine BE-Stelle. Berufserlaubnis als Arzt – Unterschiede zwischen den Bundesländern und was das für dich bedeutet Die Approbation als Arzt wird von den Landesbehörden vergeben. Daher unterscheiden sich die Bedingungen je nach Bundesland deutlich – und das wirkt sich auf deinen Anerkennungsprozess aus. 1. Berufserlaubnis nur mit Jobangebot: In einigen Bundesländern erhältst du die BE nur, wenn du bereits eine feste Stellenzusage hast. Das führt oft zu einem „Henne-Ei-Problem“: Ohne Job keine BE – und ohne BE oft kein Job. 2. Berufserlaubnis nach Fachsprachprüfung (FSP): In den meisten Bundesländern wird die BE erteilt, sobald du die FSP bestanden und den Antrag auf Berufserlaubnis als Arzt gestellt hast – auch ohne Jobangebot. Für deine Bewerbung spielt es keine Rolle, wann genau die BE ausgestellt wird. Entscheidend ist, dass du sie ab FSP und Antrag rechtlich alle Voraussetzungen für die BE hast. 3. Unterschiedliche Prüfungswege: Manche Bundesländer lassen dich direkt zur Kenntnisprüfung (KP) zu, sobald deine Unterlagen vollständig sind. Andere handeln noch immer nach der Grundlage-Gleichwertigkeitsgutachten vor Kenntnisprüfung. Je nach Regelung kann sich dein Anerkennungsprozess um Monate verlängern. Informiere dich frühzeitig über die Bedingungen im jeweiligen Bundesland – sie können ausschlaggebend sein, ob du schnell zur KP kommst oder länger warten musst. Approbation vs. Berufserlaubnis – Chancen und Realität am Arbeitsmarkt Wenn du in Deutschland als Ärztin oder Arzt arbeiten willst, sind Approbation und Berufserlaubnis (BE) die beiden entscheidenden Zulassungen. Beide ermöglichen den Berufseinstieg – unterscheiden sich jedoch stark in Rechten, Perspektiven und Stellenchancen. Approbation – der Goldstandard Mit der Approbation als Arzt hast du die uneingeschränkte, bundesweite Berufszulassung. Sie eröffnet dir: Zugang zu allen ärztlichen Tätigkeiten inkl. Bereitschaftsdiensten Anerkennung deiner Weiterbildungszeiten für die Facharztqualifikation Tarifliche Bezahlung (z. B. TVÖD) Flexibilität in allen Kliniken, Fachrichtungen und Bundesländern Rund 90–95 % aller Arztstellen werden mit approbierten Ärzt:innen besetzt, da Kliniken sie sofort voll einsetzen können, was heißt, dass sie im Gegensatz zu den Berufserlaubnis Ärzten z.B. eigene Dienste machen können. Berufserlaubnis – Sprungbrett mit Grenzen   Die Berufserlaubnis als Arzt kann dir den schnelleren Einstieg ermöglichen und erlaubt dir Praxiserfahrung, während du dich auf die Kenntnisprüfung (KP) vorbereitest. Doch sie bleibt stark eingeschränkt: Immer nur für ein Bundesland gültig Klinikwechsel muss gemeldet werden Maximal 2 Jahre befristet Arbeit nur unter Aufsicht, keine Bereitschaftsdienste Weiterbildungszeiten zählen nicht für die Facharztqualifikation Stellen mit BE sind selten und meist Assistenzarztstellen in kleineren oder ländlichen Kliniken. Zudem berichten Ärzt:innen teils von schlechterer Bezahlung, obwohl der Marburger Bund tarifgerechte Vergütung fordert.  Die folgende Tabelle zeigt Dir alles in einem klaren Überblick. Kriterium Approbation als Arzt  Berufserlaubnis (BE)  Rechtsstatus Uneingeschränkte, bundesweite Berufszulassung Befristete, eingeschränkte Erlaubnis (max. 2 Jahre) Einsatzbereich Alle ärztlichen Tätigkeiten inkl. Bereitschaftsdienste Arbeit nur unter Aufsicht, keine Bereitschaftsdienste, keine Chance auf seltene Fachbereiche Weiterbildungs-zeiten Werden für die Facharztqualifikation anerkannt Zählen nicht für die Facharztqualifikation Gehaltsaussichten Tarifvertrag (TvöD), bessere Verhandlungsposition Teilweise untertarifliche, Bezahlung  Flexibilität Einsatz in allen Fachrichtungen, Kliniken & Bundesländern Gültig nur in einem Bundesland, Klinikwechsel muss gemeldet werden Stellenanteil Ca. 90–95 % aller Arztstellen (Facharzt-, Oberarzt-, niedergelassene Stellen) Ca. 5–10 %, v. a. Assistenzarztstellen in kleineren/ländlichen Kliniken Die Approbation als Arzt ist dein klares Hauptziel – sie öffnet dir alle Türen im deutschen Gesundheitssystem. Die BE kann ein Sprungbrett sein, ist aber nur eine befristete Übergangslösung mit begrenzten Chancen. Konzentriere dich daher frühzeitig auf die Vorbereitung zur Kenntnisprüfung. Wartezeit bis zur Approbation sinnvoll nutzen Die Wartezeit auf die Approbation kann Monate, manchmal über ein Jahr dauern. Nichts ist schlimmer, als diese Zeit ungenutzt sinnlos verstreichen zu lassen, also nutze diese, indem du dich gezielt auf die Kenntnisprüfung vorbereitest und praktische Erfahrung sammelst. Das kannst du in einem artverwandten Job, z.B.Pflege machen. Damit verbesserst du deine medizinische Sprache, lernst den Klinikalltag kennen und parallel erweiterst du dein Netzwerk.  Praxisrealität & Empfehlung Wer mitten im Anerkennungsprozess steckt, kennt die Diskussion um die Berufserlaubnis: Für manche klingt sie wie ein schneller Einstieg in den Job, für andere entpuppt sie sich als mühsamer Umweg. Unsere Erfahrung zeigt, dass es nicht immer erstrebenswert ist, eine Stelle mit BE anzunehmen. Oft müssen Ärzt:innen mit BE überdurchschnittlich viel leisten, da sie noch nicht vollwertig eingesetzt werden können. Das reduziert die Zeit für die Vorbereitung auf die Kenntnisprüfung (KP) – und genau das führt in vielen Fällen dazu, dass die KP nicht gleich beim ersten Versuch bestanden wird. Ergebnis: Man verliert wertvolle Zeit, verlängert den Weg zur Approbation und steht am Ende oft trotzdem ohne BE-Stelle da. Deshalb gilt für uns: Die BE ist ein „Bonbon“ im Anerkennungsprozess – ein nettes Extra, aber nicht das Ziel! Vor einigen Jahren gab es deutlich mehr Stellen für Ärzt:innen ohne Approbation, heute jedoch setzen die meisten Kliniken fast ausschließlich auf approbierte Kolleg:innen. Ein typisches „Da beißt sich die Katze in den Schwanz“-Problem: Einerseits fehlt es an Ärzten, andererseits dürfen BE-Ärzt:innen nicht selbstständig arbeiten, wodurch die ohnehin knappen Fachärzte zusätzlich belastet werden. Unsere Empfehlung:   Investiere deine Energie vorrangig in die Vorbereitung auf die Kenntnisprüfung und den schnellen Erwerb der Approbation als Arzt – damit öffnest du dir den Weg zu einem uneingeschränkten, sicheren und langfristigen Job als Arzt in Deutschland. FAQ – Arzt ohne Approbation in Deutschland Kann ich ohne Approbation in Deutschland als Arzt arbeiten? Ja, aber nur mit einer Berufserlaubnis Arzt. Diese ist zeitlich befristet, immer nur für ein Bundesland gültig und stark eingeschränkt. Sie erlaubt dir die Arbeit unter Aufsicht, aber nicht eigenständig und nicht in allen Bereichen. Lohnt es sich, gezielt nach einer Stelle mit Berufserlaubnis als Arzt zu suchen? Unsere Erfahrung zeigt: Nur eingeschränkt. BE-Stellen sind selten, hart umkämpft und meist mit hoher Arbeitsbelastung verbunden. Dadurch bleibt oft zu wenig Zeit, um sich effektiv auf die Kenntnisprüfung vorzubereiten. Was macht mich als Arzt mit Approbation für Kliniken interessanter als mit Berufserlaubnis? Mit Approbation bist du für Kliniken sofort voll einsetzbar: Du darfst eigenständig arbeiten, Bereitschaftsdienste übernehmen, Therapien verordnen und deine Weiterbildungszeiten sammeln. Das bedeutet weniger organisatorischen Aufwand und mehr Planungssicherheit für Arbeitgeber. Ärzt:innen mit Berufserlaubnis müssen dagegen unter Aufsicht arbeiten, sind zeitlich befristet und bringen Kliniken dadurch zusätzliche Belastungen – was sie deutlich weniger attraktiv macht. Zählen meine Weiterbildungszeiten mit Berufserlaubnis für den Facharzt? Nein, Weiterbildungszeiten unter einer BE werden nicht für die Facharztqualifikation anerkannt. Deshalb ist es strategisch klüger, die Approbation so schnell wie möglich zu erlangen. Was ist die bessere Strategie – BE-Stelle annehmen oder direkt auf die Approbation konzentrieren? Die BE kann ein Sprungbrett sein, sollte aber nicht das Hauptziel sein. Die beste Strategie ist, BE Stelle annehmen, wenn es eine gibt, ansonsten die Wartezeit aktiv für die Vorbereitung auf die Kenntnisprüfung nutzen und den direkten Weg zur Approbation zu gehen. Quellen: Ausführung zu den Prozentangaben (90–95 % Approbierte vs. 5–10 % BE-Ärzt:innen): Diese Werte sind keine offizielle Statistik, sondern eine realistische Schätzung, die sich aus mehreren Faktoren ableitet: Auswertungen von Stellenangeboten (z. B. über KV-Portale, Klinik-Webseiten, Stellenbörsen wie aerzteblatt.de oder praktischarzt.de ), wo deutlich über 90 % der Positionen explizit Approbation verlangen. Rückmeldungen aus Kliniken und Fachverbänden, die bestätigen, dass BE-Stellen fast nur in Ausnahmefällen (kleinere/ländliche Kliniken, Übergangsbesetzungen) vergeben werden. Erfahrungsberichte von internationalen Ärzt:innen und Beratungsstellen, die die geringe Zahl an BE-Stellen bestätigen. Offizielle Zahlen dazu gibt es nicht. Weder das Bundesärztekammer-Ärztestatistik noch das BAMF oder die Landesprüfungsämter veröffentlichen gesonderte Daten, wie viele Ärzt:innen mit Berufserlaubnis tatsächlich beschäftigt sind. Deshalb gilt: Die Angabe „90–95 % approbierte Stellen vs. 5–10 % BE-Stellen“ ist eine praxisnahe Schätzung, gestützt auf Marktbeobachtung und Erfahrungswerte, aber nicht durch eine amtliche Statistik belegt. Bundesärztekammer – Ärztliche Tätigkeit in Deutschland https://www.bundesaerztekammer.de/themen/aerzte/internationales/aerztliche-taetigkeit-in-deutschland?utm_source=chatgpt.com BÄK – Positionspapier zum Anerkennungsverfahren https://www.bundesaerztekammer.de/fileadmin/user_upload/BAEK/Politik/Programme-Positionen/Positionspapier_Anerkennungsverfahren_Stand_10.07.2025.pdf?utm_source=chatgpt.com Marburger Bund https://www.marburger-bund.de/sites/default/files/files/2025-08/2025-08-08_MB%20SN%20RefE%20AnerkennungsbeschleunigungsG.pdf?utm_source=chatgpt.com

  • Anerkennung Ärzte aus Drittstaaten - Antrag auf Gleichwertigkeitsprüfung & Kenntnisprüfung

    Die Anerkennung von  Ärzten  aus Drittstaaten ist ein komplexes Verfahren, weil die Behörden genau prüfen müssen, ob deine Ausbildung „wesentlich gleichwertig“ zur deutschen ärztlichen Ausbildung ist. Erst wenn diese Gleichwertigkeit festgestellt wurde – entweder über den Antrag auf Gleichwertigkeitsprüfung oder über die Kenntnisprüfung – erhältst du die Approbation. Während EU-Abschlüsse oft automatisch anerkannt werden, benötigen Ärzte aus Drittstaaten immer eine Bewertung ihrer Ausbildung. Deshalb spielt die Gleichwertigkeitsprüfung für ausländische Ärzte eine zentrale Rolle: Sie bildet die Basis dafür, ob der Weg über die Kenntnisprüfung notwendig wird. Hinzu kommen bundeslandspezifische Unterschiede. In manchen Bundesländern wird die Kenntnisprüfung schneller angeordnet, in anderen können Ärzt:innen die KP freiwillig wählen, um das Verfahren zu beschleunigen. Diese regionalen Unterschiede beeinflussen die Anerkennung der  Ärzte aus Drittstaaten erheblich. Der Prozess ist deshalb anspruchsvoll, aber transparent: Ziel ist es, klar festzustellen, wie deine Ausbildung strukturiert ist und über welchen Weg – Gleichwertigkeitsprüfung oder Kenntnisprüfung – die Approbation am schnellsten erreichbar ist. Gleichwertigkeitsprüfung für ausländische Ärzte – das passiert in der GWP Die Gleichwertigkeitsprüfung für ausländische Ärzte ist der zentrale Schritt im Verfahren zur Anerkennung Ärzte aus Drittstaaten. Sie dient dazu festzustellen, ob deine medizinische Ausbildung „wesentlich gleichwertig“ zum deutschen Medizinstudium ist. Dabei wird deine gesamte theoretische und praktische Ausbildung detailliert geprüft und mit dem deutschen Standard verglichen. Was wird beim Antrag auf Gleichwertigkeitsprüfung geprüft? Die GWP wird immer dann durchgeführt, wenn deine Unterlagen vollständig eingereicht wurden und die Behörde damit eine fundierte Bewertung vornehmen kann. Das ist gleichzeitig der Moment, in dem der Antrag auf Gleichwertigkeitsprüfung offiziell in die Bewertung geht. Zu den wichtigsten Unterlagen gehören: Abschlusszeugnis und ggf. Promotionsunterlagen Transcript / Leistungsübersicht detailliertes Curriculum Nachweise über klinische Einsätze Rotationsnachweise (Innere Medizin, Chirurgie) Tätigkeitsbescheinigungen beglaubigte Übersetzungen sämtlicher Dokumente Je vollständiger die Unterlagen sind, desto schneller und präziser kann die Gleichwertigkeitsprüfung für ausländische Ärzte durchgeführt werden – ein entscheidender Schritt innerhalb des gesamten Anerkennung  Prozesses. Was genau wird verglichen? Im Rahmen der GWP vergleichen die Gutachter: Umfang und Inhalte der theoretischen Fächer Dauer, Tiefe und Art der praktischen Einsätze Rotationen in den Kernbereichen Innere Medizin und Chirurgie Struktur und Aufbau des gesamten Studiums zusätzliche ärztliche Tätigkeiten nach dem Studium Für die Anerkennung von ausländischen Ärzten ist es wichtig, dass praktische und theoretische Inhalte vollständig dokumentiert sind. Fehlen relevante Nachweise, beeinflusst das die Entscheidung darüber, ob eine vollständige Gleichwertigkeit festgestellt werden kann – oder ob eine Kenntnisprüfung notwendig wird. Anerkennung Ärzte aus Drittstaaten - Antrag auf Gleichwertigkeitsprüfung & Kenntnisprüfung Der Antrag auf Gleichwertigkeitsprüfung wird bei der Approbationsbehörde des Bundeslandes, in dem du arbeiten möchtest, zusammen mit dem Approbationsantrag gestellt. Der Ablauf ist bundesweit ähnlich, die Anforderungen können jedoch variieren. Typischer Ablauf: Bundesland auswählen:  Die Auswahl beeinflusst Bearbeitungszeit und Vorgehen. Unterlagen vollständig einreichen:  Originale plus beglaubigte Übersetzungen. Formale Prüfung:  Die Behörde prüft Vollständigkeit und Zuständigkeit. Gutachterverfahren:  Die eigentliche Gleichwertigkeitsprüfung für ausländische Ärzte beginnt. Ergebnis: Gleichwertig → Approbation Nicht gleichwertig → Kenntnisprüfung oder alternative Maßnahmen Unvollständige oder unklare Unterlagen führen fast immer zu Verzögerungen oder direkt zur Kenntnisprüfung. Deshalb ist der Antrag auf Gleichwertigkeitsprüfung einer der wichtigsten und sensibelsten Schritte im gesamten Verfahren der Anerkennung von Ärztenn aus Drittstaaten. Kenntnisprüfung – wann ausländische Ärzte sie machen müssen Die Kenntnisprüfung ist ein zentraler Bestandteil der Anerkennung ausländischer Ärzte, wenn die Gleichwertigkeitsprüfung für ausländische Ärzte zeigt, dass wesentliche Unterschiede zur deutschen medizinischen Ausbildung bestehen. Sie wird außerdem relevant, wenn bestimmte Unterlagen fehlen oder praktische Einsätze nicht ausreichend dokumentiert sind.  Sie sollte auf Grund eines Beschlusses des Bundesrates in jedem Bundesland auch freiwillig gemacht werden können, aber so wird es bisher nur in einigen Bundesländern umgesetzt. Beschluss des Bundesrates vom 05.07.2024 Wann wird die Kenntnisprüfung verpflichtend? Die KP wird von der zuständigen Behörde angeordnet, wenn einer der folgenden Punkte vorliegt: wichtige Unterlagen für den Antrag auf Gleichwertigkeitsprüfung fehlen das Curriculum deutliche inhaltliche Lücken aufweist klinische Einsätze nur teilweise oder gar nicht nachweisbar sind Rotationen in Innerer Medizin oder Chirurgie nicht ausreichend dokumentiert wurden die Gleichwertigkeitsprüfung für ausländische Ärzte zeigt, dass wesentliche Ausbildungsunterschiede bestehen In diesen Fällen dient die Kenntnisprüfung dazu, dein praktisches und theoretisches Wissen nach deutschem Standard nachzuweisen. Prüfungsinhalte – diese Bereiche sind entscheidend Die KP orientiert sich am deutschen Medizinstudium und prüft die Bereiche, die für die Anerkennung ausländischer Ärzte besonders relevant sind. Dazu gehören: Innere Medizin Chirurgie Querschnittsbereiche wie: Notfallmedizin Pharmakologie Bildgebung und Strahlenschutz Hygiene Medizinrecht und Berufspflichten Für viele Antragstellende ist die Kenntnisprüfung der schnellere und klarere Weg, insbesondere, wenn bereits absehbar ist, dass die Gleichwertigkeitsprüfung für ausländische Ärzte aufgrund von Dokumenten- oder Praxislücken zu einer Prüfungsauflage führen wird. Warum viele Ärztinnen und Ärzte aus Drittstaaten die KP freiwillig wählen In vielen Bundesländern ist es möglich, die Kenntnisprüfung freiwillig direkt zu beantragen – oft schon früh im Prozess der Anerkennung von Ärzten aus Drittstaaten. Das ist besonders sinnvoll, wenn: bestimmte Unterlagen nicht mehr beschafft werden können der Antrag auf Gleichwertigkeitsprüfung absehbar lange dauern würde die Ausbildung deutliche Unterschiede im Vergleich zum deutschen Standard zeigt klinische Einsätze – besonders Innere Medizin und Chirurgie – nicht umfassend dokumentiert sind ein schnelleres Ergebnis gewünscht ist Durch die freiwillige Entscheidung zur KP umgehen viele Ärzt:innen ein langes Gutachterverfahren und erhalten schneller Klarheit über ihre Chancen auf die Approbation. Was entscheidet über Kenntnisprüfung oder Gleichwertigkeitsprüfung? Ob im Verfahren der Anerkennung Ärzte aus Drittstaaten eine Kenntnisprüfung erforderlich wird oder die Gleichwertigkeitsprüfung für ausländische Ärzte ausreicht, hängt von mehreren Faktoren ab. Die Behörde beurteilt deine Unterlagen, die Struktur deiner Ausbildung und deine praktische Erfahrung. Diese Punkte sind für die Entscheidung besonders wichtig. Dokumentenlage – wie vollständig und nachvollziehbar deine Unterlagen sind Eine vollständige Dokumentenlage ist die Basis für jede Gleichwertigkeitsprüfung für ausländische Ärzte. Für den Antrag auf Gleichwertigkeitsprüfung werden unter anderem benötigt: detailliertes Curriculum Transcript / Leistungsübersicht Nachweise über klinische Einsätze Rotationsnachweise in Innerer Medizin und Chirurgie Tätigkeits- und Arbeitsbescheinigungen Wenn wichtige Unterlagen fehlen, kann die Ausbildung nicht zuverlässig bewertet werden. In diesem Fall wird die Kenntnisprüfung angeordnet – oder du kannst sie freiwillig wählen, um das Verfahren zu beschleunigen. Praktische Erfahrung – besonders in Innere Medizin und Chirurgie Ein entscheidender Punkt innerhalb der Anerkennung Ärzte aus Drittstaaten ist der Umfang deiner praktischen Einsätze. Kritisch sind vor allem: kurze oder fehlende Rotationen in der Inneren Medizin unzureichende Einsätze in der Chirurgie unklare Tätigkeitsbeschreibungen fehlende Nachweise über eigenständige klinische Arbeit Defizite in diesen Bereichen führen häufig dazu, dass die Gleichwertigkeitsprüfung für ausländische Ärzte keine vollständige Gleichwertigkeit feststellen kann – und somit eine Kenntnisprüfung notwendig wird. Unterschiede zwischen den Bundesländern Jedes Bundesland hat eigene Vorgaben im Verfahren zur Anerkennung Ärzte aus Drittstaaten.  Unterschiede zeigen sich vor allem bei: der Möglichkeit, die Kenntnisprüfung freiwillig zu wählen Anforderungen an den Antrag auf Gleichwertigkeitsprüfung Bewertung von Curricula und Tätigkeitsnachweisen Bearbeitungszeiten der GWP Organisation und Terminvergabe zur KP Diese regionalen Unterschiede haben erheblichen Einfluss darauf, ob die Kenntnisprüfung wahrscheinlicher ist oder ob die Gleichwertigkeit anhand der Unterlagen festgestellt werden kann. Wie lange dauert der Anerkennungsprozess? Die Dauer des Anerkennungs Prozesses ausländischer Ärzte variiert stark und hängt davon ab, ob deine Ausbildung über die Gleichwertigkeitsprüfung für ausländische Ärzte anerkannt werden kann oder ob eine Kenntnisprüfung notwendig wird. Auch das Bundesland und die Vollständigkeit deiner Unterlagen beeinflussen den Zeitrahmen erheblich. Warum die Gleichwertigkeitsprüfung für ausländische Ärzte häufig länger dauert Die Gleichwertigkeitsprüfung für ausländische Ärzte ist ein aufwendiges Gutachterverfahren. Sie beginnt, sobald dein Antrag auf Gleichwertigkeitsprüfung vollständig eingereicht wurde. Verzögerungen entstehen häufig durch: fehlende oder unklare Dokumente unvollständige Curricula nicht nachweisbare Rotationen externe Gutachter, die zusätzlich eingebunden werden hohe Auslastung der Approbationsbehörden Daher kann die Gleichwertigkeitsprüfung mehrere Monate dauern – je nach Bundesland auch deutlich länger. Wie lange dauert es bis zur Kenntnisprüfung? Auch der Weg zur Kenntnisprüfung variiert regional. Für viele Ärztinnen und Ärzte aus Drittstaaten ist die KP oft der schnellere Weg, besonders wenn klar ist, dass die G leichwertigkeitsprüfung voraussichtlich nicht vollständig möglich ist. Die Dauer bis zur KP hängt ab von: verfügbaren Prüfungsterminen Anzahl der Prüflinge internen Abläufen der zuständigen Behörde vorbereitenden Fristen Wird die KP freiwillig gewählt, kann der Prozess innerhalb der Anerkennung Ärzte aus Drittstaaten erheblich beschleunigt werden. Berufserlaubnis während der Wartezeit Während du auf das Ergebnis der Gleichwertigkeitsprüfung oder auf einen Termin zur Kenntnisprüfung wartest, arbeiten viele Drittstaaten-Ärzt:innen mit einer befristeten Berufserlaubnis. Sie ermöglicht klinische Tätigkeit unter Aufsicht und wird von den Bundesländern unterschiedlich gehandhabt. Für die Berufserlaubnis erforderlich sind oft: Sprachnachweise ein Nachweis über den laufenden Antrag auf Gleichwertigkeitsprüfung ein Arbeitsvertrag oder eine Einstellungszusage Auch hier unterscheiden sich Regelungen und Dauer erheblich zwischen den Bundesländern. So erhöhst du deine Chancen auf eine schnelle Approbation Für Ärztinnen und Ärzte aus Drittstaaten gibt es mehrere Wege, den Prozess deutlich zu beschleunigen. Entscheidend sind eine gute Vorbereitung, vollständige Unterlagen und eine klare Strategie – unabhängig davon, ob der Weg über die Gleichwertigkeitsprüfung für ausländische Ärzte oder die Kenntnisprüfung führt. Unterlagen möglichst früh und vollständig vorbereiten Die Qualität deiner Unterlagen hat den größten Einfluss auf die Dauer des Verfahrens.Für einen erfolgreichen Antrag auf Gleichwertigkeitsprüfung solltest du: alle Ausbildungsunterlagen vollständig sammeln detaillierte Curricula einreichen Rotationen in Innere Medizin und Chirurgie belegen Tätigkeitsnachweise mit Aufgabenbeschreibung bereitstellen beglaubigte Übersetzungen rechtzeitig organisieren Je vollständiger die Unterlagen sind, desto schneller kann die Behörde die Gleichwertigkeitsprüfung durchführen. Lücken aktiv erklären oder mit Alternativnachweisen belegen Wenn bestimmte Dokumente für die Anerkennung der Ärzte aus Drittstaaten nicht mehr erhältlich sind, lohnt sich eine klare und nachvollziehbare Erklärung. Hilfreiche Alternativnachweise sind z. B.: Bestätigungen ehemaliger Kliniken Tätigkeitsprofile mit Unterschrift der Vorgesetzten Fortbildungs- oder Kursnachweise Nachweise über ärztliche Praxis nach dem Studium Solche Ergänzungen können verhindern, dass die Kenntnisprüfung angeordnet wird – oder sie erleichtern die Entscheidung, die KP direkt freiwillig zu wählen. Vorbereitungszeit für die Kenntnisprüfung realistisch einplanen Wenn absehbar ist, dass die GWP nicht ausreichen wird, solltest du frühzeitig mit der Vorbereitung auf die KP beginnen. Wichtige Bereiche sind: Innere Medizin Chirurgie Pharmakologie Notfallmedizin Bildgebung und Strahlenschutz Viele Drittstaaten-Ärzt:innen bereiten sich bereits während ihres laufenden Antrags auf Gleichwertigkeitsprüfung  vor, um später keine Zeit zu verlieren. Bundesland bewusst wählen Ein oft unterschätzter Aspekt bei der Anerkennung Ärzte aus Drittstaaten sind die regionalen Unterschiede. Wichtige Fragen sind: Kann die Kenntnisprüfung freiwillig gewählt werden? Wie lange dauern GWP und KP durchschnittlich? Wie streng oder flexibel wird die Berufserlaubnis gehandhabt? Ein geeignetes Bundesland kann den gesamten Prozess – von der Gleichwertigkeitsprüfung für ausländische Ärzte bis zur Approbation – deutlich verkürzen. Professionelle Beratung nutzen Erfahrene Ansprechpartner wie Behörden, Kliniken oder spezialisierte Beratungsstellen helfen dir, typische Fehler zu vermeiden. Sie unterstützen dich bei: unvollständigen Unterlagen Unsicherheiten im Antrag auf Gleichwertigkeitsprüfung der Wahl zwischen GWP und Kenntnisprüfung strategischen Entscheidungen entlang des gesamten Anerkennungswegs Gerade im komplexen Verfahren der “Anerkennung Ärzte aus Drittstaaten” kann professionelle Unterstützung entscheidend sein. Kurz und knapp – Gleichwertigkeitsprüfung für ausländische Ärzte vs. Kenntnisprüfung Für die Anerkennung von Ärzten aus Drittstaaten führen zwei Wege zur Approbation: die Gleichwertigkeitsprüfung für ausländische Ärzte und die Kenntnisprüfung. Beide Verfahren sind anspruchsvoll und dienen dazu, deine Ausbildung transparent mit dem deutschen Medizinstudium zu vergleichen. Die Gleichwertigkeitsprüfung wird immer dann durchgeführt, wenn dein Antrag auf Gleichwertigkeitsprüfung vollständig ist und die Behörde einen fundierten Vergleich vornehmen kann. Sie bewertet deine theoretischen Inhalte, praktischen Einsätze und Rotationen – und kann direkt zur Approbation führen, wenn die Gleichwertigkeit bestätigt wird. Die Kenntnisprüfung wird notwendig, wenn wesentliche Ausbildungsunterschiede bestehen oder Unterlagen fehlen. Viele Ärztinnen und Ärzte aus Drittstaaten entscheiden sich bewusst dafür, die KP freiwillig zu wählen, um ein langes Gutachterverfahren zu vermeiden oder schneller ein eindeutiges Ergebnis zu erhalten. Welcher Weg für dich der richtige ist, hängt von deinen Unterlagen, deiner klinischen Erfahrung und den Anforderungen deines Bundeslandes ab. Mit einer guten Vorbereitung, einem vollständigen Antrag auf Gleichwertigkeitsprüfung und einer klaren Strategie lässt sich das Verfahren deutlich beschleunigen. So stehen deine Chancen gut, die Anerkennung der Ärzte aus Drittstaaten erfolgreich abzuschließen und eine langfristige Perspektive in Deutschland aufzubauen. FAQ - Gleichwertigkeitsprüfung vs. Kenntnisprüfung für Ärtz:innen aus Drittstaaten Was bedeutet “Anerkennung Ärzte aus Drittstaaten” genau? Die Anerkennung ist das Verfahren, mit dem geprüft wird, ob die medizinische Ausbildung eines Drittstaaten-Arztes dem deutschen Standard entspricht. Dafür bewertet die Behörde entweder die Gleichwertigkeitsprüfung oder ordnet eine Kenntnisprüfung an. Was umfasst die Gleichwertigkeitsprüfung für ausländische Ärzte? Die Gleichwertigkeitsprüfung für ausländische Ärzte vergleicht dein gesamtes Studium und deine praktische Ausbildung mit dem deutschen Medizinstudium. Sie wird durchgeführt, wenn deine Unterlagen vollständig vorliegen und ein detaillierter Vergleich möglich ist. Wann wird eine Kenntnisprüfung notwendig? Eine Kenntnisprüfung wird verlangt, wenn die GWP Unterschiede zur deutschen Ausbildung zeigt oder wenn wichtige Dokumente fehlen. Sie ist besonders relevant für Ärzte aus Drittstaaten mit Lücken in Innere Medizin, Chirurgie oder nicht belegbarer Praxiserfahrung. Kann ich die Kenntnisprüfung freiwillig wählen, statt eine Gleichwertigkeitsprüfung zu machen? Ja. Viele Bundesländer bieten Ärztinnen und Ärzten aus Drittstaaten die Möglichkeit, die KP direkt zu wählen – zum Beispiel, wenn der Antrag auf Gleichwertigkeitsprüfung lange dauern würde oder bestimmte Unterlagen nicht mehr beschafft werden können. Wie stelle ich den Antrag auf Gleichwertigkeitsprüfung im Anerkennungsverfahren? Der Antrag auf Gleichwertigkeitsprüfung wird bei der Approbationsbehörde des Bundeslandes, in dem du arbeiten möchtest, zusammen mit dem Antrag auf Approbation  gestellt. Entscheidend sind vollständige Unterlagen: Curriculum, Transcript, Nachweise klinischer Einsätze und beglaubigte Übersetzungen. Quellen: Bundesärztekammer (BÄK) – Anerkennung ärztlicher Qualifikationen https://www.anerkennung-in-deutschland.de/ Anerkennung  in Deutschland“ – offizielles Portal der Bundesregierung https://www.anerkennung-in-deutschland.de/ Marburger Bund https://www.marburger-bund.de/bundesverband/pressemitteilung/kenntnispruefung-als-regelfall Marburger Bund https://www.marburger-bund.de/saarland/themen/informationen-fuer-aerztinnen-und-aerzte-mit-auslaendischer-qualifikation

  • Gehalt eines Arztes: Was du wirklich verhandeln kannst – und wie du es erfolgreich durchsetzt

    Das Gehalt eines Arztes wirkt durch feste Tabellen klar geregelt, doch dieser Eindruck trifft vor allem auf Assistenzärzt:innen zu. In dieser Weiterbildungsphase sind echte Verhandlungen selten möglich.  Ab dem Facharzt- und Oberarztlevel ändert sich die Situation deutlich: Der individuelle Wert steigt, und damit entstehen reale Verhandlungsmöglichkeiten – finanziell wie strukturell. Zusätzliche Zulagen, bessere Dienstmodelle, Fortbildungsbudgets oder Verantwortungsbereiche können das Gesamtpaket spürbar verbessern. Dieser Artikel zeigt, welche Punkte wirklich verhandelbar sind und wie du Ärzte Gehaltsverhandlungen zielgerichtet und selbstbewusst führst. Ärzte Gehaltsverhandlungen – warum sie heute wichtiger denn je sind Der medizinische Arbeitsmarkt hat sich stark verändert. Kliniken stehen unter Druck, qualifizierte Ärzt:innen zu finden und langfristig zu halten. Dadurch entstehen neue Spielräume, die weit über das Grundgehalt hinausgehen. Viele Häuser sind bereit, individuelle Lösungen zu schaffen – von besseren Dienstmodellen bis zu zusätzlichen Zulagen. Gleichzeitig haben Ärzt:innen heute ein deutlich besseres Verständnis für ihren Marktwert. Transparentere Tabellen, mehr Austausch in Fachgruppen und ein höherer Konkurrenzdruck zwischen Kliniken führen dazu, dass Ärzte Gehaltsverhandlungen nicht mehr die Ausnahme sind, sondern zum festen Bestandteil jeder Vertragsgestaltung gehören. Ein weiterer wichtiger Punkt: Der Tarifvertrag bildet zwar die Basis, definiert aber nicht das gesamte Paket. Was viele unterschätzen – Zusätze wie Fortbildungsbudget, Funktionszulagen, Urlaubsregelungen oder reduzierte Dienste können das Gesamtgehalt und die Lebensqualität erheblich beeinflussen. Daher ist es entscheidend, diese Möglichkeiten zu kennen und aktiv anzusprechen. Diese Bestandteile lassen sich beim Gehalt eines Arztes realistisch verhandeln Auch wenn der Tarifvertrag klare Rahmen setzt, gibt es zahlreiche Bereiche, in denen Kliniken individuell entscheiden können. Viele dieser Punkte sind in der Praxis gut verhandelbar und bieten Ärzt:innen die Chance, ihr Gesamtpaket deutlich zu verbessern. Variable Vergütung und Zulagen in Ärzte Gehaltsverhandlungen Leistungsbezogene oder funktionsbezogene Zahlungen gehören zu den häufigsten Zusatzvereinbarungen. Dazu zählen: Funktionszulagen  für Aufgaben wie Endoskopie, Sonographie, Ambulanz- oder Stationsleitung Leistungs- und Qualitätsboni , etwa für OP-Zahlen, Sprechstundenaufbau oder Prozessoptimierung Dienstzulagen , die über die tariflichen Pauschalen hinausgehen Diese Bausteine erhöhen das Einkommen oft spürbar, ohne dass Kliniken den tariflichen Rahmen verlassen müssen. Arbeitszeitmodelle, Dienste und Zusatzurlaub in Ärzte Gehaltsverhandlungen Viele Ärzt:innen wünschen sich verlässlichere Strukturen und weniger Belastung – ein Punkt, bei dem Kliniken meist verhandlungsbereit sind. Dazu gehören: Reduktion von Nacht-, Wochenend- oder Hintergrunddiensten Garantierte Freistellung nach belastenden Diensten Zusätzliche Urlaubstage oder Fortbildungstage Gerade eine Entlastung im Dienstmodell steigert die Arbeitszufriedenheit und ist für viele Kliniken leichter umsetzbar als finanzielle Zusagen. Budget, Weiterbildung und Verantwortungsbereiche Hier entstehen langfristige Vorteile – sowohl für Ärzt:innen als auch für die Klinik: Höhere Fortbildungsbudgets  (z. B. 2.000–5.000 € jährlich) Finanzierung wichtiger Zusatzqualifikationen wie Ultraschall, Intensivmedizin, Endoskopie oder Notfallmedizin Klar definierte Funktions- oder Verantwortungsbereiche, etwa die Leitung eines Teilbereichs Solche Vereinbarungen schaffen Entwicklungsperspektiven und stärken die Position im Team. Ärzte Gehaltsverhandlungen erfolgreich führen – die wichtigsten Schritte Eine gute Verhandlung beginnt lange vor dem eigentlichen Gespräch. Wer seinen Marktwert kennt und klare Ziele formuliert, hat die besten Chancen auf ein starkes Ergebnis. Viele Kliniken erwarten heute sogar, dass Ärzt:innen ihre Anforderungen klar benennen – das zeigt Professionalität und ein realistisches Verständnis der eigenen Rolle. Vorbereitung: Marktwert, Vergleichswerte und Klinikstruktur Eine solide Vorbereitung ist der wichtigste Erfolgsfaktor. Dazu gehören: Vergleichswerte aus Tarifverträgen, Berufsverbänden oder Erfahrungsberichten Informationen zur Klinikstruktur: Versorgungsstufe, Fachbereich, Dienstbelastung, Personaldecke Klarheit über den eigenen Nutzen: OP-Erfahrung, Spezialisierungen, organisatorische Fähigkeiten Je präziser du argumentierst, desto stärker ist deine Position in Ärzte Gehaltsverhandlungen. Argumentation in Ärzte Gehaltsverhandlungen: Was Chefärzt:innen überzeugt Erfolgreiche Verhandlungen basieren nicht auf Forderungen, sondern auf Nutzen. Besonders überzeugend wirken: Verbesserungen für Abläufe oder Qualität der Versorgung Entlastung des Teams durch deine Fähigkeiten oder Erfahrung Entwicklungsziele, von denen die Klinik langfristig profitiert So entsteht ein Gespräch auf Augenhöhe – nicht über Geld, sondern über gemeinsame Ziele. Typische Fehler in Ärzte Gehaltsverhandlungen vermeiden Viele Ärzt:innen verschenken Potenzial, weil sie: zu spät verhandeln (z. B. erst kurz vor Vertragsunterzeichnung) keine Prioritäten gesetzt haben nur über das Grundgehalt sprechen, statt das Gesamtpaket zu betrachten Die beste Chance entsteht oft beim Klinikwechsel oder bei klaren Kompetenzgewinnen, etwa der Schritt zur Fach- oder Oberarztposition. Wer diese Momente nutzt, erreicht in Ärzte Gehaltsverhandlungen deutlich bessere Ergebnisse. Beispiele aus der Praxis – typische Szenarien für erfolgreiche Ärzte Gehaltsverhandlungen Praxisnahe Beispiele helfen, die eigenen Möglichkeiten besser einzuschätzen. Viele Ärzt:innen wissen nicht, wie unterschiedlich die Ausgangspositionen sein können – und wie stark sich das Ergebnis je nach Rolle, Erfahrung und Verhandlungstiming verändert. Facharzt im Tarifvertrag: Verhandlungsmöglichkeiten im Überblick Fachärzt:innen im Tarifgefüge haben überraschend viele Stellschrauben. Häufig lassen sich verhandeln: Funktionszulagen für spezielle Aufgaben Reduktion der Dienste oder klar strukturierte Dienstpläne Höhere Fortbildungsbudgets und bezahlte Zertifikate Zusatzurlaub bei hoher Dienstbelastung Gerade bei Bewerbungen in Mangelbereichen wie Psychiatrie, Anästhesie oder Geriatrie reagieren Kliniken hier sehr offen. Oberarzt mit Funktionsbereich: Chancen in der Vertragsgestaltung Für Oberärzt:innen sind individuelle Vereinbarungen fast Standard. Typische Erfolge: Verantwortungszulagen für die Leitung eines Funktionsbereichs Bessere Beteiligung an Rufdiensten oder deren Vergütung Klare Vertretungsregelungen, die real entlasten Geplante Gehaltsanpassungen nach definierten Zielen Hier zählt die Kombination aus medizinischer Expertise und organisatorischer Verantwortung. Klinikwechsel als größte Chance für ein höheres Gehalt eines Arztes Der Klinikwechsel ist der Moment mit dem größten Hebel. Gründe: Kliniken möchten Vakanzen schnell und qualifiziert besetzen Der gesamte Vertrag kann neu strukturiert werden Zulagen, Weiterbildung, Zuständigkeiten und Dienste lassen sich gemeinsam neu definieren Für viele ist dieser Schritt der wichtigste Erfolgsfaktor, wenn es um das Gehalt eines Arztes und eine spürbare Verbesserung des Gesamtpakets geht. Verhandlungsspielräume beim Gehalt eines Arztes im Vergleich – Assistenzärzte, Fachärzte, Oberärzte und Chefärzte Warum Assistenzärzte kaum Verhandlungsspielraum haben Für Assistenzärzt:innen sind individuelle Vertragsverhandlungen in der Regel kaum möglich. Die Einstufung erfolgt strikt nach Tarif, und nahezu alle Kliniken nutzen identische Vertragsbausteine. Zusätzliche Vergütungen oder strukturelle Sonderregelungen werden in dieser Phase so gut wie nie angeboten, weil die Qualifikation noch allgemein ist und der Markt genügend Bewerber:innen bietet. In Ausnahmefällen können Assistenzärzt:innen dennoch kleine Vorteile erhalten – meist in Häusern, die Personal nur schwer gewinnen oder halten können. Dazu gehören zum Beispiel: Benefits wie Arbeitszeitodelle, mehr Urlaub oder eine Dienstwohnung können evtl. verhandelbar  sein, um den Standort attraktiver zu machen Zusätzliche Bereitschaftsdienste ,  die das Einkommen erhöhen, jedoch auch die Belastung Diese Optionen sind aber die Ausnahme und sollten nicht als Standard betrachtet werden. Insgesamt gilt: Die echte Verhandlung beginnt erst mit dem Facharztstatus. Wie Chefärzte verhandeln – der größte individuelle Handlungsspielraum Chefärzt:innen bewegen sich vollständig außerhalb des Tarifsystems. Ihre Verträge sind hochgradig individualisiert und orientieren sich eher an Managementverträgen als an klassischen Arbeitsverhältnissen im Krankenhaus. Dadurch entsteht ein breiter Verhandlungsrahmen, der je nach Klinik, Fachbereich und strategischer Bedeutung erheblich variieren kann. Typische Bestandteile, die Chefärzt:innen verhandeln, sind: Jahresfixgehalt und umfangreiche leistungsorientierte Boni Beteiligung an Wahlleistungen (häufig der größte Einkommensanteil) Budget- und Personalverantwortung mit klar definierten Befugnissen Freistellungs- und Abwesenheitsregelungen, oft großzügiger als im Tarifbereich Dienstbelastung, inklusive Gestaltung von Ruf- und Hintergrunddiensten Zielvereinbarungen,  die Einfluss auf variable Vergütung haben Ein Chefarztvertrag ist damit ein komplexes Gesamtpaket, das weit mehr umfasst als nur das Gehalt. Für Chefärzt:innen ist die sorgfältige Verhandlung jedes einzelnen Punktes entscheidend, da diese Position stark ergebnis- und verantwortungsorientiert ist. Kurz und knapp  – warum sich jede Ärzte Gehaltsverhandlung lohnt Auch wenn der Tarifvertrag viele Vorgaben macht, entscheidet letztlich die jeweilige Karrierestufe darüber, wie viel sich tatsächlich verhandeln lässt.  Assistenzärzt:innen haben nur minimale Möglichkeiten und bewegen sich fast immer im festen tariflichen Rahmen.  Erst mit dem Facharztstatus entsteht echter Spielraum: Zusätzliche Zulagen, bessere Dienstmodelle, Fortbildungsbudgets oder klar definierte Verantwortungsbereiche lassen sich hier real gestalten.  Für Oberärzt:innen erweitert sich dieser Rahmen weiter – individuelle Lösungen sind in vielen Kliniken inzwischen selbstverständlich. Ganz am anderen Ende stehen Chefärzt:innen, deren Verträge vollständig außerhalb des Tarifs liegen. Hier geht es weniger um einzelne Vertragsdetails, sondern um umfassende Gesamtpakete, die strategische, wirtschaftliche und medizinische Verantwortung berücksichtigen. Unabhängig von der Position gilt: Wer gut vorbereitet ist, seinen Marktwert kennt und strukturiert argumentiert, kann das Gehalt eines Arztes und die eigenen Arbeitsbedingungen spürbar verbessern. Ärzte Gehaltsverhandlungen sind kein Zusatzthema – sie sind ein wichtiger Schritt, um die berufliche Entwicklung aktiv zu gestalten und Rahmenbedingungen zu schaffen, die den eigenen Ansprüchen und Zielen entsprechen. FAQ – Häufige Fragen rund um das Gehalt eines Arztes und Ärzte Gehaltsverhandlungen Wie viel lässt sich beim Gehalt eines Arztes wirklich verhandeln? Der tatsächliche Spielraum hängt stark von der Karrierestufe ab. Assistenzärzt:innen haben fast keinen Verhandlungsspielraum. Fachärzt:innen können je nach Klinik zusätzliche Zulagen, Fortbildungsbudgets, reduzierte Dienste oder Verantwortungsbereiche verhandeln. Für Oberärzt:innen sind individuelle Lösungen heute Standard. Chefärzt:innen haben den größten Verhandlungsspielraum, da ihre Verträge komplett außertariflich gestaltet sind. Welche Punkte bringen in Ärzte Gehaltsverhandlungen die größten Vorteile? Besonders wirksam sind: Funktionszulagen (z. B. Endoskopie, Sonographie, Leitungsaufgaben) Anpassungen im Dienstmodell (weniger Dienste, planbare Freistellungen) Fortbildungsbudget und Finanzierung zusätzlicher Qualifikationen Verantwortungsbereiche, die langfristig zur Karriere beitragen Diese Bestandteile verbessern sowohl das Einkommen als auch die tatsächliche Arbeitsbelastung. Warum haben Assistenzärzte fast keine Möglichkeit, ihr Gehalt zu verhandeln? Weil sie strikt tariflich eingruppiert werden und Kliniken in dieser Weiterbildungsphase kaum individuellen Spielraum haben. Ausnahmen wie Dienstwohnungen oder zusätzliche Bereitschaftsdienste finden sich fast ausschließlich in Kliniken, die Schwierigkeiten haben, Personal zu gewinnen. Die echten Verhandlungsmöglichkeiten beginnen erst ab dem Facharztstatus. Wie bereite ich mich auf erfolgreiche Ärzte Gehaltsverhandlungen vor? Wichtig sind: Vergleichswerte aus Tarifverträgen und offiziellen Gehaltsdatenbanken Kenntnisse zur Versorgungsstufe und Personalstruktur der Klinik eine klare Begründung des eigenen Mehrwerts (Fachkompetenzen, OP-Erfahrung, Organisationsstärke) Priorisierung der wichtigsten Punkte, um strukturiert aufzutreten Je besser die Vorbereitung, desto stärker die Position. Warum haben Chefärzte den größten Verhandlungsspielraum? Chefärzt:innen arbeiten außertariflich. Verträge werden individuell gestaltet und umfassen z. B. Fixgehalt, leistungsorientierte Boni, Beteiligungen an Wahlleistungen, Budgetverantwortung, Freistellungsregelungen und Zielvereinbarungen. Dadurch entsteht ein sehr breiter Spielraum, der stark von Klinikgröße, Fachgebiet und strategischem Bedarf abhängt. Quellen Natürlich bringen wir hier, wie in den meisten unserer Artikel sehr viele eigenen Erfahrungen mit, die wir über Jahre gesammelt haben, aber natürlich gibt es auch wie immer offizielle Quellen. Finanzskalpell gehaltsverhandlung-als-aerztin-oder-arzt Coliquio GmbH Gehaltsverhandlungen-9-Experten-Tipps-100

  • Beantragung Approbation: Mit professioneller Hilfe schneller zum Ziel

    Die Beantragung der Approbation gehört zu den wichtigsten Schritten auf dem Weg in die ärztliche Tätigkeit in Deutschland – und gleichzeitig zu den anspruchsvollsten. Unterschiedliche Vorgaben der Bundesländer, umfangreiche Dokumentenlisten und strenge formale Anforderungen führen schnell zu Verzögerungen, wenn Unterlagen nicht vollständig oder korrekt eingereicht werden. Viele Ärzt:innen merken erst mitten im Prozess, wie komplex das Verfahren wirklich ist. Genau hier kann professionelle Unterstützung den entscheidenden Unterschied machen: Sie sorgt dafür, dass dein Antrag von Anfang an richtig gestellt wird und keine wertvolle Zeit verloren geht. Warum die Beantragung der Approbation so anspruchsvoll ist Auf den ersten Blick wirkt der Antrag überschaubar. In der Praxis zeigt sich jedoch schnell, wie komplex das Verfahren wirklich ist. Jedes Bundesland hat eigene Vorgaben, unterschiedliche Formulare und individuelle Anforderungen an Übersetzungen oder Beglaubigungen. Dazu kommen Nachweise über Ausbildung, Berufspraxis, Sprachkenntnisse und oft weitere bundeslandspezifische Dokumente. Wer hier nicht von Anfang an strukturiert vorgeht, übersieht schnell wichtige Punkte. Schon kleine formale Fehler können dazu führen, dass die Behörde Rückfragen stellt oder den Antrag erst später weiterbearbeitet. Genau diese Verzögerungen kosten Zeit – manchmal sogar mehrere Monate. Typische Probleme, wenn du die Approbation als Arzt beantragen möchtest Viele Ärzt:innen gehen gut vorbereitet in den Prozess – und stehen trotzdem vor unerwarteten Hürden. Die häufigsten Stolpersteine entstehen nicht durch fachliche Inhalte, sondern durch formale Details. Sprachbarrieren und schwer verständliche Formulierungen Ein großer Teil der Antragsformulare ist in komplexem Behördendeutsch verfasst. Passagen mit doppelten Verneinungen oder umständlichen Formulierungen sorgen selbst bei deutschen Muttersprachler:innen dafür, dass man Inhalte mehrfach lesen muss. Für internationale Ärzt:innen führt das schnell zu Missverständnissen oder falsch ausgefüllten Angaben – oft mit Verzögerungen als Folge. Unvollständige Unterlagen Ein fehlendes Dokument oder eine Übersetzung, die nicht anerkannt wird, genügt bereits. Gerade bei umfangreichen Ausbildungsnachweisen passiert es schnell, dass eine Seite, ein Stempel oder eine ergänzende Erklärung fehlt. Falsche oder veraltete Formulare Die Landesprüfungsämter aktualisieren ihre Formulare regelmäßig. Wer ein altes oder nicht passendes Formular nutzt, muss oft komplett neu einreichen – inklusive Wartezeit. Nachforderungen und Rückfragen Sobald kleinere Unklarheiten bestehen, prüft die Behörde intensiver oder fordert zusätzliche Nachweise an. Solche Rückläufer verzögern das Verfahren in vielen Fällen erheblich. Diese typischen Probleme zeigen, wie sensibel der Prozess ist und warum eine gründliche Vorbereitung so wichtig ist. Wie ein professioneller Antragsservice hilft, wenn du die Approbation beantragen möchtest Ein strukturiertes Vorgehen macht einen großen Unterschied – besonders dann, wenn du deine Approbation beantragen   und Verzögerungen vermeiden willst. Ein professioneller Antragsservice sorgt dafür, dass dein Antrag vollständig, korrekt und nach den Anforderungen deines Bundeslandes vorbereitet wird. Vollständige Prüfung aller Unterlagen für die Beantragung der Approbation Bevor etwas eingereicht wird, wird jedes Dokument geprüft: Beglaubigungen, Übersetzungen, Formate und Reihenfolge. Das reduziert das Risiko von Rückfragen deutlich. Fehler vermeiden, bevor sie entstehen – und so die Approbation beantragen, ohne Zeit zu verlieren Erfahrene Expert:innen kennen die typischen Probleme, die häufig zu monatelangen Verzögerungen führen. Durch eine präzise Vorbereitung entsteht ein sauberer Antrag, der direkt bearbeitbar ist. Begleitung durch das gesamte Verfahren der Beantragung Approbation Von der ersten Checkliste bis zur finalen Einreichung wirst du durch alle Schritte geführt. Das schafft Sicherheit und entlastet dich spürbar – besonders dann, wenn du parallel arbeitest oder Dokumente aus mehreren Ländern einreichen musst. Insgesamt ermöglicht dir ein professioneller Service, die Approbation beantragen zu können, ohne unnötigen Aufwand oder Zeitdruck. Für wen lohnt sich professionelle Unterstützung bei der Beantragung Approbation? Viele Ärzt:innen können den Antrag grundsätzlich selbst stellen. Doch je komplexer der Hintergrund, desto sinnvoller wird fachkundige Begleitung. Gerade wenn du deine Beantragung Approbation ohne Verzögerungen durchlaufen möchtest, kann Unterstützung entscheidend sein. Ärzt:innen aus Drittstaaten Wer seine Ausbildung im Ausland absolviert hat, muss oft umfangreiche Nachweise einreichen. Übersetzungen, Beglaubigungen und unterschiedliche Dokumentenarten machen die Situation schnell unübersichtlich. Bewerber:innen mit komplexen Ausbildungswegen Wenn Teile der Ausbildung im Ausland stattfanden oder zusätzliche Weiterbildungen nachzuweisen sind, steigt der Aufwand deutlich. Ein strukturierter Antrag verhindert Fehler und doppelte Nachforderungen. Personen mit wenig Zeit oder hoher beruflicher Belastung Wenn du arbeitest, Familie hast oder parallel für Sprachprüfungen lernst, hilft ein professioneller Service, die Approbations Beantragung  effizient und sauber zu erledigen. Ärzt:innen, die bereits negative Erfahrungen mit Behörden gemacht haben Frühere Rückfragen oder Ablehnungen sorgen oft für Unsicherheit. Fachkundige Begleitung stellt sicher, dass dein neuer Antrag vollständig und korrekt ist. Dein klarer Gewinn mit professioneller Unterstützung: Du sparst Zeit, reduzierst Stress und erhöhst die Chance auf einen reibungslosen Ablauf. Unser Antragsservice – damit das Approbation beantragen vollständig, korrekt und ohne Stress verläuft Wenn du deine Beantragung der Approbation ohne Verzögerungen, Rückfragen oder Unsicherheiten durchlaufen möchtest, bekommst du diese umfassende Unterstützung in dieser Form nur bei match me medical. Wir sind ein Personalvermittler mit einem einzigartigen, vollumfänglichen Antragsservice, der dich von der ersten Sekunde bis zur finalen Approbation begleitet. Wir begleiten dich vom Start bis zur ausgestellten Approbation Du musst dich um keine organisatorischen Schritte selbst kümmern. Wir übernehmen den gesamten Prozess und sorgen dafür, dass die Behörden alle Informationen erhalten, die sie benötigen.  Du hast einen persönlichen Ansprechpartner und erhältst garantiert eine Rückmeldung bei Fragen innerhalb von 48 Stunden. Ausfüllen des vollständigen Approbationsantrags Wir stellen sicher, dass alle Formulare korrekt ausgefüllt werden – inklusive der bundeslandspezifischen Besonderheiten, die häufig zu Fehlern führen. Individuelle Unterlagenliste – exakt abgestimmt auf dein Bundesland Du erhältst eine klare Übersicht aller Dokumente, die du zum Approbation beantragen brauchst. Keine allgemeinen Checklisten, sondern eine präzise, überprüfte Liste, die genau zu deinem Fall passt. Prüfung aller Unterlagen – vollständig, korrekt und anerkennungsfähig Wir kontrollieren jedes Dokument: Beglaubigungen, Übersetzungen, Vollständigkeit, Reihenfolge, Formate. So verhindern wir Fehler, die normalerweise zu Rückfragen oder langen Bearbeitungszeiten führen. Versand deiner vollständigen Akte an das zuständige Landesprüfungsamt Wir stellen sicher, dass alle Unterlagen in der richtigen Form beim richtigen Ansprechpartner eingehen. Ein sauberer, vollständiger Antrag spart Zeit und schafft Vertrauen bei der Behörde. Übernahme der kompletten Kommunikation mit den Behörden Rückfragen, Nachforderungen oder formale Hinweise laufen nicht über dich – wir klären alles direkt mit dem Landesprüfungsamt. Das entlastet dich und sorgt für einen reibungslosen Ablauf. Kooperation mit spezialisiertem Anwalt – wir stellen auf Wunsch den Kontakt her Für juristische Fragen rund um die Beantragung der Approbation arbeiten wir mit einem erfahrenen Anwalt zusammen, der auf Approbations- und Berufsrecht spezialisiert ist. Seine Leistungen gehören nicht direkt zu unserem Antragsservice – aber wir öffnen dir die richtige Tür, wenn du rechtliche Unterstützung brauchst. Einmalig nur über uns! Wenn du den Kontakt über  match me medical  herstellst bekommst du ein kostenloses Erstgespräch, das es in dieser Form nur über uns gibt. So kannst du dein Anliegen direkt mit einem Spezialisten besprechen – ohne Kosten, ohne Risiko und mit einer klaren ersten Einschätzung. Sichere dir hier den exklusiven Zugang:   👉 Kostenloses Erstgespräch sichern Kooperation mit führendem Anbieter für die Kenntnisprüfung – Kontaktvermittlung bei Bedarf Falls du eine Kenntnisprüfung absolvieren musst, können wir dich auf Wunsch mit dem besten Vorbereitungspartner in Deutschland verbinden. Die Leistungen dieses Partners gehören nicht zum Antragsservice, geben dir aber die Möglichkeit, dich optimal vorzubereiten und deine Chancen auf ein erfolgreiches Ergebnis zu steigern. Und natürlich profitiert Du auch hier, wenn Du über uns buchst: Fazit: Approbation als Arzt erfolgreich beantragen – ohne Risiko und ohne Zeitverlust Die Beantragung der Approbation ist komplex, zeitintensiv und voller formaler Anforderungen. Schon kleine Fehler können dazu führen, dass Behörden Rückfragen stellen oder Unterlagen erneut eingereicht werden müssen. Wenn du deine Approbation als Arzt ohne unnötige Verzögerungen erhalten möchtest, hilft ein professioneller Antragsservice mit persönlicher Betreuung dabei, den Prozess sauber und strukturiert abzuwickeln. Mit einer vollständigen Vorbereitung, einer klaren Unterlagenstruktur und der Übernahme der gesamten Kommunikation mit dem Landesprüfungsamt minimieren wir typische Fehlerquellen und sorgen dafür, dass dein Antrag von Beginn an richtig gestellt wird. So sparst du wertvolle Zeit, vermeidest Stress und erhöhst die Chance auf ein reibungsloses Verfahren. FAQ – Häufige Fragen zur Beantragung der Approbation als Arzt 1. Wie beantrage ich die Approbation als Arzt in Deutschland? Um die Approbation als Arzt zu beantragen, musst du je nach Bundesland verschiedene Formulare ausfüllen, Unterlagen beglaubigen lassen und an das zuständige Landesprüfungsamt schicken. Dazu gehören Ausbildungsnachweise, Identitätsdokumente, Sprachzertifikate und ggf. berufliche Nachweise aus dem Herkunftsland. Da jedes Bundesland eigene Anforderungen hat, kann die Approbations Beantragung ohne fachkundige Unterstützung schnell unübersichtlich werden. 2. Warum kommt es bei der Beantragung der Approbation so oft zu Verzögerungen? Die häufigsten Gründe sind unvollständige Unterlagen, nicht anerkannte Übersetzungen, veraltete Formulare und komplexe Textpassagen im Behördendeutsch, die missverständlich ausgefüllt werden. Wer selbst die Approbation beantragen möchte, erlebt häufig Rückfragen oder Nachforderungen. Schon kleine Fehler können die Bearbeitungszeit um Wochen oder sogar Monate verlängern. 3. Lohnt sich professionelle Unterstützung beim der Antrag auf Approbation als Arzt? Ja – besonders dann, wenn du deine   Approbation beantragen möchtest, ohne Zeit zu verlieren. Ein professioneller Antragsservice stellt sicher, dass alle Unterlagen korrekt sind, der Antrag vollständig eingereicht wird und die Kommunikation mit den Behörden reibungslos läuft. Das reduziert das Risiko von Verzögerungen deutlich 4. Welche Unterlagen brauche ich, damit ich die Approbation beantragen kann? Die genauen Unterlagen hängen vom Bundesland und deinem persönlichen Hintergrund ab. Typischerweise gehören dazu medizinische Ausbildungsnachweise, Geburtsurkunde, Passkopie, Nachweise über Berufserfahrung, Sprachzertifikate sowie beglaubigte Übersetzungen. Eine individuelle Unterlagenliste ist entscheidend, um die Approbation als Arzt erfolgreich zu beantragen und Rückfragen zu vermeiden. 5. Wie unterstützt mich match me medical bei dem Antrag auf Approbation als Arzt? Wir begleiten dich vollständig durch den gesamten Prozess der Beantragung der Approbation - vom Ausfüllen aller Formulare über die Unterlagenprüfung bis zur Kommunikation mit dem Landesprüfungsamt. Zusätzlich vermitteln wir auf Wunsch den Kontakt zu einem spezialisierten Anwalt sowie zum besten Anbieter für Vorbereitungskurse zur Kenntnisprüfung. So kannst du deine Approbation als Arzt sicher, korrekt und ohne unnötige Verzögerungen beantragen. Quellen Der größte Inhalt dieses Artikels beruht auf unserer langjährigen Erfahrung. Wir sind immer wieder auf die Fehlerquellen gestoßen, was uns dazu gebracht hat, unseren Antragsservice zu gründen. Bundesministerium für Gesundheit (BMG) https://www.bundesaerztekammer.de/ Anerkennung in Deutschland (BQ-Portal / IHK FOSA) https://www.anerkennung-in-deutschland.de/

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